Die Stadt Ibelin
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Die Stadt Ibelin
Ibelin
Einwohner: 1100 (70% Tulamiden/25% Novadis / 5% Sonstige), dazu etwa 450 Sklaven
Wappen: Schwarzer Löwenkopf auf rotem Grund
Herrschaft/Politik: absolute Monarchie mit Alrik Bey an der Spitze
Garnisonen: 33 Mann Löwengarde, 33 Mann Haremsgarde, 33 Mann Khômgarde, 20 Mann Stadtgarde, 8 Marktwachen dazu diverse Sklavenjäger und Leibwachen
Tempel: Rastullah, Feqz, Rahja, Travia, diverse Schreine alttulamidischer Götter
Wichtige Gasthöfe/Schenken: Karawanserei Al'Rabi (Q7/P6/S38), Teehaus Amsari (Q9/P8.), Taverne Gjalska (Q6/P5), Bordell Fathnared (Q8/P8.), Gasthaus Mouzmazar (Q8/P7/S18)
Besonderheiten: Ibelin ist eine Residenzstadt, sie wird von der gewaltigen Palastanlage Alrik Bey's geprägt, Der Sklavenmarkt der Stadt gehört zu den bedeutendsten der Region.
Herausragende Händler: Handelshaus al'Mogul
Stimmung in der Stadt: In der Stadt verschmelzen die tulamidische und die novadische Lebensart miteinander. Fremden gegenüber ist man sehr aufgeschlossen, zudem profitierte die Bevölkerung von dem Reichtum den der Bey in den Ort bringt und so herrscht auf den Straßen dekadente Ausgelassenheit.
Währung: Marawedis, Zechinen und Muwlats. Im Basar gibt es einen Wechsler, der alle gängigen Währungen tauscht.
Was die Einwohner über ihre Stadt denken: Alrik Bey wird die Stadt wieder zu einem Machtzentrum erblühen lassen in welchem das Erbe der Diamantenen Sultane neu auf blühen wird.
Geschichte
Vor über 2600 Jahren baute der zaubermächtige Herrscher von Somnom, Vishid und Shobilla auf der Spitze des Hügels von Ibelin einen Sommerpalast. Als die Magiermoguln vom Gadang, etwa einhundert Jahre später, ihre Finger nach seinem Reich ausstreckten und sein Reich unter ihrem Ansturm erzitterte. Da wurde der Palast in Ibelin, an dessen Fuß bereits eine kleine Siedlung entstanden war, zum Ort des letzten Gefechts für den Sultan Bel-Shar-Uzur, seine Söhne und Soldaten.
Auf den Höhepunkt der Schlacht versuchte der Sultan mittels eines mächtigen Rituals den Palast in eine von ihm geschaffene Globule zu verschieben um ihn so vor dem Untergang zu retten, doch scheiterte der Versuch auf katastrophale weise und so wiederholten sich die letzten Stunden von Ibelin über 2500 Jahre immer wieder.
Im Jahr 1011 BF hörte der Alrik Bey Gerüchte über einen Mysteriösen Hügel an der Nordgrenze seines reiches, wo immer wieder Hirten mitsamt ihren Herden verschwinden sollen.
Zusammen mit seinen Gefährten stolperte Alrik Bey in die Schlacht hinein und noch größer war die Verwunderung als sich die Szenerie auf einmal wandelte und die Schlacht vom neuen begann. Schnell erkannten sie jedoch was hier geschah und es gelang dem Bey das Ritual zu verhindern und so stürzte die Stadt wieder zurück in die Dritte Sphäre an ihren angestammten Platz. In der anschließenden Schlacht stellten Alrik Bey und seine Gefährten das Zünglein an der Waage dar und konnten die Schlacht für die Ibeliner gewinnen. Doch Bel-Shar-Uzur, seine Söhne und fast alle Ibeliner starben in diesem Kampf und die wenigen verbliebenen Bewohner der zerstörten Stadt erkannten Alrik Bey als ihren neuen Herrscher an. Seitdem befindet sich die Stadt in einem ständigen Wachstum, denn der Reichtum Ibelins lockte viele Glücksritter, Händler, aber auch Neider an.
Stadtbild
Auf einem hohen schroffen Hügel gelegen bietet der Ort mit seinem weißen Palast, dem Djer Al'Hambra, den hohen Mauern und den vielen Spitztürmen einen geradezu malerischen Anblick. Darunter schmiegt sich die Oberstadt der Reichen , mit ihren ebenfalls prächtigen Palästen an die Flanke des Hügels. Auch der Basar, mit seinem prächtigen Feqz-Tempel ist ummauert und das Ziel der zahlreichen Händler und Karawanen die auf der Straße nach Ibelin ziehen, neugierig beäugen die Kinder neu ankommende Sklavenkarawanen, ob nicht wieder ein Exot aus fernen Ländern darunter ist. Zwischen Oberstadt und Basar drängt sich die Altstadt, die Medina Ibelin, die von einer neuen Mauer umzogen ist. Als erstes erblickt das Auge die gewaltige Al'Rabi Karawanserei in welcher die Karawanen bei Nacht untergebracht sind und auch das Haus der Göttin Travia befindet sich hier, die Häuser sind prächtig anzusehen und mit allerlei Ornamentik und Kalligraphie verziert. Vor den Mauern der Altstadt stehen die Häuser all jener die sich keinen Wohngrund in den mauern Ibelins leisten konnten, oder aber dort nicht erwünscht sind. Ein großes Spielhaus und eine kleine Arena in der beliebte Tierkämpfe stattfinden sind nur die größeren Örtlichkeiten an denen sich die Ibeliner zahlreicher Vergnügungen erfreuen können.
Die zahlreichen Haine und Gärten, die man überall erblickt, dienen nicht nur der Zierde, sondern können die Stadt im Falle einer Belagerung ernähren. Meistens aber suchen die Einwohner unter den Bäumen Schutz vor der Mittagssonne und beobachten das Treiben in ihrer Stadt. Die Frauen treffen sich an den Brunnen zum Plausch und dem Austauschen von Neuigkeiten und die Kinder toben zwischen den Palmen und Obstbäumen umher
und spielen Fangen oder Verstecken.
Selbst in der Mittagshitze ist die Hauptstraße zum Palast gut gefüllt, Soldaten des Beys und Bittsteller betreten oder verlassen den Palast. Dicht gedrängt warten die Leute darauf dem Bey ihre Aufwartung machen zu dürfen, Emissäre, Händler, Bauern, Bedürftige stehen Schlange vor dem gewaltigen Tor. Es sind Menschen die einen Richtspruch verlangen, eine Handelsgenehmigung wollen, Nachrichten ihrer Herren überbringen oder aber um Almosen bitten wollen, ebenso wie Väter die dem Bey ihre Töchter anpreisen wollen, aber auch Abenteurer kommen zum Palast in der Hoffnung ihre Dienste für gutes Gold anbieten zu können.
Doch wenn die Sonne untergeht wandelt sich die Stadt wo vorher geschäftiges Treiben herrschte wird nun gelacht, getanzt und getrunken das Zirpen der Zikaden vermischt sich mit der Musik, die aus den Anwesen kommt und kündet von einem weiteren Fest und verstärkt den dekadenten Eindruck des Beobachters. In Sänften lassen die Reichen von ihren Sklaven durch die Stadt tragen, begleitet von grimmigen Leibwächtern und so mancher Händler oder Abenteurer der ein gutes Geschäft gemacht hat verprasst sein Gold in einem der Bordelle.
Doch gerade des Nachts fallen die wachsamen Soldaten des Bey auf, die auf den Wehrgängen und in den Straßen patrouillieren. Und selten einmal öffnet sich nach dem Einbruch der Nacht das Stadttor um einen Botenreiter mit einer wichtigen Nachricht zum Palast einzulassen.
Herrschaft und Gesetz
Mit uneingeschränkter Macht herrscht Alrik Bey, Sultan des Stammes der Alrikiden, über Ibelin und das Ibeliner Land. Er ist Oberbefehlshaber und oberster Richter, doch lässt er sich oftmals in der Ausübung dieser Ämter vertreten. So verwaltet Djuned ibn Maharajah als Wesir die Stadt und das Land und der Miralay Saîd ben Sarhîdi befehligt in Friedenszeiten das Heer Ibelins. Der Serailik Pascha Nadrash ibn Pakhizal sorgt für einen Reibungslosen im Palast, der Liobhun Pascha Sahil ben Abidallah stellt die Versorgung und auch Ausbildung der zahllosen Tiere des Fürsten sicher und der Haimamud Pascha Raisul ben Sarhiri ist nicht nur der Lehrer der Kinder des Fürsten, sondern organisiert auch die Feste die im Palast gefeiert werden, zudem ist er ein überaus begnadeter Geschichtenerzähler.
Der Harem des Fürsten untersteht der Ersten Kadin Shelia saba Omar die hier mit nötigenfalls harter Hand für Ruhe und Ordnung sorgt.
Über die Stadt wachen die drei Garde Batalyunnis des Beys, die Löwengarde schützt den Palast und die Oberstadt, die Haremsgarde schützt den Serail und den Harem und die Khômgarde wacht über die Altstadt und die Mauern des Basars.
Auf den Straßen der Unterstadt und in der Altstadt sorgen 20 Stachtwachen für Ruhe, während die 8 Marktwachen des Basars vom Feqz-Tempel unterhalten werden.
Die Sklavenjäger der Gilde können im Kriegsfall vom Fürsten als Skorpiongarde herangezogen werden.
Die Gesetze des Ibeliner Landes sind fließend und stark den Stimmungen des Fürsten unterworfen, der vorhandene schriftliche Text ist ein Wirrwarr unterschiedlichster sich zum teil widersprechender Gesetze. Fest steht nur das Dämonen-beschwörung und Paktiererei mit dem Tode bestraft wird.
Bevölkerung, Sprache, Religion
Mehr als zweidrittel der Einwohner Ibelins sind Tulamiden, dazu kommen mehr als zweihundert Novadis, die ihrem Fürsten Alrik Bey hierher gefolgt sind, sowie eine kleine Anzahl Mittelländer. Als besondere Exoten gelten die beiden Zwerge und die Elfe die sich hier niedergelassen haben. Nur ein kleiner teil der hier lebenden Tulamiden können ihre Wurzeln zu den Urtulamiden Ibelins zurückführen, doch sind sie in Sprache und Kleidung nicht mehr von ihren tulamidischen Nachbarn zu unterscheiden. Die meisten Novadis Ibelins gehören zum Stamm der Alrikiden und bilden somit die Hausmacht des Fürsten. Die wenigen Mittelländer kleiden sich tulamidisch und haben ebenfalls schnell die Sprache angenommen.
In allen wichtigen Angelegenheiten wird Tulamidya gesprochen und auch geschrieben, selten einmal greift man auf die 19 Geheiligten Glyphen zurück.
In Ibelin werden die Zwölfgötter in einer archaisch anmutenden Form verehrt, wobei der Rastullahglaube den Praios-Kult fast vollständig verdrängt hat. Am häufigsten wird Feqz geehrt, der immer noch als Schutzgott des Tulamidischen Volkes angesehen wird. Daneben wird vor allem Radscha verehrt die viel Einfluss auf das häusliche leben hat. Rastullah ist vor allem der Gott der herrschenden und auch der kämpferischen und dem gemäßigten Mawdli Halil ist es zu verdanken das die Novadis die fremden Götter nicht nur ablehnen, sondern sie sogar verehren. Travia genießt nur geringe Beachtung, wird aber als Göttin des Gastrechts anerkannt.
Handel und Verkehr
Nachdem die Stadt wieder ihren Weg in die dritte Sphäre gefunden hatte ließ Alrik Bey die wichtigste Handelsstraße von Ibelin nach Shobilla über Imilchil ausbauen. Zwei weitere gefestigte Wege führen von Ibelin nach Dilabad und Aminabad.
Ibelins Reichtum beruht auf dem Sklavenhandel, den Alrik Bey dominiert, es ist vor allem der lukrative Handel mit spezialisierten Sklaven, den Alrik Bey führt, vor allem seine Djariadim sind in den ganzen Tulamidenlanden für ihre Schönheit und ihre Fähigkeiten berühmt. Den Handel mit gewöhnlichen Feld- und Arbeitssklaven überlässt er großzügig anderen Händlern. Aufkäufer Alriks finden sich auf jedem größeren Sklavenmarkt in Südaventurien und zahllose Sklavenfänger durchreisen in seinem Namen ganz Aventurien. Auf dem Basar in Ibelin wird fast jedes Gut gehandelt, denn die Reichen Bewohner Ibelins wollen ihren Luxus nicht vermissen. Pferde, Kamele, Kleinvieh, Rinder und alle Arten von Getreide, Obst und Gemüse werden fast ausschließlich für den eigenen Verbrauch angebaut oder gehalten und verlassen nur selten die Region. Die Handwerker Ibelins konnten sich schnell einen guten Ruf erarbeiten, den in den Palästen herrscht ein steter Bedarf an Schmuck und exzellenten Kleidern und so sind es vor allem die Schneider, die Steinschleifer und die Goldschmiede die es zu Wohlstand gebracht haben. Die feinen Teppiche die in Ibelin geknüpft werden bis nach Khunchom gehandelt und viele fleißige Hände arbeiten in der Teppichknüpferei und mehren so den Reichtum ihres Herrn.
Rüstungs- und Waffenschmiede haben zwar ihr auskommen, mit den zahlreichen Abenteuern und Schatzsucher die auf der Suche nach Hinterlassenschaften des alten Sultans hierher kommen. Viele Haimamuddin erzählen hier ihre Geschichten aus der Zeit der Magiermogule und des Diamantenen Sultanates, und sorgen so dafür das auf dem Basar das Geschäft mit echten und gefälschten Artefakten aus der Vergangenen Zeit floriert. Die Teehäuser, Schenken, Gasthäuser und Bordelle profitieren von dem gut laufenden Handel und den vielen Besuchern der Stadt und sichern dem Bey einen steten Steuerzufluss.
Die Währung Ibelins ist der goldene Marawedi (entspricht dem Dukaten), die silberne Zechine (silbertaler) sowie die eisernen Muwlats (Heller) und Shekel (Kreuzer), die gängigen fremden Währungen werden gegen Abschläge angenommen.
Die Verwaltung
Djuned ibn Maharajah verwaltet als Wesir die Stadt im Namen des Fürsten, er ist der erste Ansprechpartner für all jene Dinge die Stadt betreffen und er überwacht die Einhaltung der Erlasse und der Gebote, die vom Fürsten beschlossen werden. Er ernennt die Kadis (Richter) der einzelnen Stadtteile und er ernennt den Almosar (Schatzmeister), der die Steuern und Abgaben eintreibt und Geldmittel bewilligen kann. Im unterstehen die Schreibstuben, wo nicht nur Urkunden gefertigt, Steuerlisten und Aushänge erstellt werden, sondern auch die ehrwürdige Sippenrolle aufbewahrt wird, in welcher sorgfältig alle Sippen Ibelins mit ihren Angehörigen eingetragen werden.
Die Reichen und vornehmen Bürger Ibelins, ebenso wie die Geweihten und wichtige Händler sprechen bei ihm vor und tragen ihm ihre Sorgen und Nöte zu, geben ihm Rat und bitten hin und wieder auch um eine Gefälligkeit, wobei das Bakshish eine wichtige Rolle spielt.
Saîd ben Sarhîdi ist als Miralay der Garde für die Sicherheit Ibelins und des Landes verantwortlich, ihm unterstehen die Hauptleute der Batalyunnis und er ernennt auch den Hauptmann der Stadtgarde, zudem unterhält er ein Netzwerk von Spitzeln und Spionen um über mögliche Intrigen gegen seinen Herrn vorzugehen bevor sie ihm Schaden könnten. Gegen jeden Soldaten, der dem Ansehen des Fürsten schadet ist er es der Anklage erhebt und auch den Richtspruch fällt. Auch sendet er Patrouillen aus, kann Strafexpeditionen gegen Räuber oder Ferkinas beschließen oder aber den Aus- oder Neubau von Burgen und Befestigungen anordnen.
Ebenfalls ist er verantwortlich für die Ausbildung neuer Soldaten und stellt im Kriegsfall aus den wehrfähigen Bürgern neue Banner auf.
Gebote und Verbote
Jeder Besucher der Stadt muss am Stadttor für 5 Muwlat einen Bürgerbrief erwerben um in der Stadt als Freier zu gelten und somit in der Stadt verweilen zu dürfen. Wer ohne Bürgerbrief angetroffen wird wird als entflohener Sklave angesehen und entsprechend behandelt. Gegen einen Aufpreis von 1 Zechine erwirbt man einen Waffenbrief der es einem erlaubt Waffen zu führen die länger als ein Dolch sind, für zweihändig geführte Waffen ist ein weiterer Aufpreis von 1 Zechine fällig, da diese Waffen den Garden vorbehalten sind. Der Besitz von Meuchlerdolchen wird mit hohen Geldstrafen belegt, zwielichtig erscheinende Personen müssen sogar mit Schwereren Strafen rechnen. Ebenfalls am Stadttor erwerben Händler das Handelsrecht, wobei das Recht pro zu handelnde Ware erworben werden muss und mit 5 Zechinen pro Ware zu Buche schlägt, aber nur einmal erworben werden muss. Zölle werden von der Marktwache am Tor des Basar eingezogen, wer beim Handeln außerhalb des Basars erwischt kann von Glück reden wenn sein Besitz beschlagnahmt und er unsanft vor die Stadt befördert wird.
Wer in der Stadt ein Gewerbe eröffnen will, benötigt einen vom Feqz-Tempel ausgestellten Gewerbebrief für 2 Marawedi erwerben.
Um ein Bürger Ibelins zu werden ist ein erweiterter Bürgerbrief nötig der das Recht auf Grundbesitz beinhaltet und 1 Marawedi kostet.
Sklaven müssen in Ibelin mit einem Hals-, Arm- oder Fußband gekennzeichnet werden und ihr Besitz in einem Dokument beglaubigt sein, nötigenfalls zu erwerben bei der Stadtgarde.
Einzig Geweihte, anerkannter Götter und Haimamuddin sind vom Erwerb eines Bürgerbriefs ausgenommen.
Wer einen Bürgerbrief fälscht oder mit einem gefälschten Bürgerbrief ertappt wird, hat sein Leben als freier Mensch verwirkt und wird in die Sklaverei geführt.
Die meisten Verbote Ibelins werden mit Geldstrafen belegt die oft sofort von der Garde eingetrieben werden, dazu zählen unter anderem, Verstoß gegen das Waffenrecht, Prügeleien, das Ausschänken von Getränken ohne Gewerbebrief und das verkaufen schlechter Ware auf dem Basar.
Schandstrafen werden meistens für lästerliche Äußerungen gegen die Obrigkeit oder die Götter oder aber für das verkaufen minderwertiger Ware verhängt.
Körperstrafen werden zumeist für Diebstähle (Verstümmlung), Körperverletzungen (Stockhiebe) oder Schmuggel verhängt.
Wer gegen den Fürsten intrigiert und nicht mit dem Tode bestraft wird, wird in die Verbannung geschickt.
Wer einem Sklaven auf dem Basar die Freiheit schenkt wird selbst versklavt, ebenso muss mit Unfreiheit rechnen wer einen Dokument gefälscht oder eine schwere Körperverletzung begangen hat.
Eine Hinrichtung hat zu erwarten wer einen Mord begangen hat, der Paktiererei oder des Hochverrats für Schuldig befunden wurde oder einen Dämon innerhalb der Stadtmauern beschwören hat.
Eine Frau oder ein Mädchen das Ehebruch bzw eine Liebschaft eingegangen ist ohne Verheiratet zu sein erwartet der Tod durch Steinigung, während der männliche Ehebrecher bzw Liebhaber dem Vater bzw dem Mann den Brautpreis erstatten muss.
Die Überwachung der Einhaltung dieser Gebote und Verbote obliegt den Garden der Stadt, die Gilde der Sklavenjäger hat jedoch das Privileg Bürger auf den Besitz eines Bürgerbriefs zu kontrollieren.
Schand- und Körperstrafen, sowie Hinrichtungen werden meistens auf dem kleinen Platz neben dem Tor zum Palast des Fürsten vollzogen gelegentlich aber auch zur besseren Abschreckung vor dem Stadttor.
Bettelei innerhalb der Mauern Ibelins ist verboten sollte einmal ein Bettler oder ein Straßenkind auf den Straßen erwischt werden droht im die Sklaverei.
Die Gilden
Die Gilde der Sklavenfänger
Symbol: Schwarzer Skorpionstachel auf blauem Grund
Oberhaupt: Jindhir ibn Yassafer
Mitglieder: Sklavenmeister, Sklavenjäger
Bedeutende Mitglieder: Terekh al'Mogul (Meister), Ramir ibn Yassafer (Fänger), Abrizah 'die Skrupellose' (Fängerin)
Domänen: Beschaffung neuer Sklaven, Einfangen entflohener Sklaven
Einflussbereich in der Stadt: Sklavenmarkt Djinniley
Finanzkraft: immens
Beziehungen: Groß
Strategie/Auftreten: Einschüchterung der Schwachen, verbreiten von Furcht
Typische Vorgehensweise: Drohung, Erpressung, Gewalt, aber auch Handel
Die Sklavenfänger Ibelins erkannten schnell das Alrik Bey für hübsche oder gut ausgebildete Sklaven hohe Summen zu zahlen Bereit war und so schlossen sich einige von ihnen zusammen um Personen zu rauben die den Hohen Ansprüchen des Fürsten genügen sollten.
Sklavenmeister Jindhir ibn Yassafer verlor bei seinem letzten Raubzug ein Auge und wachte seitdem über die Gelder der Gilde , bis er im Jahr 1016 BF das Alte Oberhaupt der Gilde Suliban ibn Nestefan beerbte. Seine Aufgabe ist es dafür zu sorgen das seine Sklavenfänger nicht übermütig werden und in einem gewissen Rahmen handeln, zudem behält er etwaige Konkurrenz
im Auge.
Terekh al'Mogul sortiert aus den gefangenen Sklaven jene heraus die die Aufmerksamkeit des Fürsten wert sind und verhandelt mit dem Palast über den Preis. Ramir ben Yassafer ist der Sohn Jindhirs und ebenso tollkühn wie sein Vater, er führt seine Männer oft in die entlegensten Winkel um dort 'exotische Waren zu besorgen', sein Glanzstück war die Entführung einer liebfelder Karavelle, mitsamt eines Barons und seiner Familie, jedoch gestattete er es ihnen sich für ein horrendes Lösegeld frei zukaufen da sein Vater bemüht ist solche Verwicklungen, wie die Entführung ausländischen Adels zu verhindern.
'die Skrupellose' Abrizah, führt auch gerne mal ganze Dorfgemeinschaften in die Sklaverei und schreckt auch vor Adligen oder sogar Geweihten nicht zurück, die sie dann jedoch nicht in Ibelin verkauft.
Die Djunedim Ibelins
Symbol: Silberner Khunchomer auf Gold
Oberhaupt: Tarim ibn Feyhach
Mitglieder: Söldnerführer, Söldner
Bedeutende Mitglieder: Ali ben Gaftar
Domänen: Soldwesen
Einflussreich in der Stadt: Unterstadt
Finanzkraft: Groß
Beziehungen: gering
Strategie/Auftreten: Präsentation von Stärke
Typische Vorgehensweise: alle Händler durch Soldverträge binden
Dem Laienprediger Tarim ibn Feyhach war es ein Dorn im Auge zu sehen wie sich die diversen Söldner um die Brotkrumen balgten die ihnen die Händler zuwarfen, er forderte sie alle im Namen Kors auf sich zusammenschließen und ihre Würde zu bewahren und sich nicht unter Wert anzubiedern. Einer der Anwesenden widersprach Tarim und wurde Korgefällig bezwungen. Am Tag danach schluckten die Händler schwer, als die Söldner geeint neue Tarife diktierten. Inzwischen haben die Djunedim ein eigenes Soldhaus mit einem Kor-Schrein gebaut, den in Mhanadistan will kein Händler auf einen angemessenen Geleitschutz verzichten.
Ali ben Gaftar kämpfte im Khômkrieg gegen die und glaubte das die Südlinge den Krieg gewinnen würden und so verriet er seinen Scheich an die Schergen Al'Anfas. Nachdem die Novadis den Krieg gewonnen hatten musste er aus seiner heimatlichen Oase fliehen und verdingte sich als Söldner in Punin, bis in die Sehnsucht wieder zurück in den Süden führte, beeindruckt von den Worten Tarims schloss er sich den Djunedim an und ist nun der fähigste Söldnerführer den die Gilde bieten kann, bei Reisen in die Khôm tarnt er sich als verschleierter Kasimit.
Souk – Die Unterstadt
Nähert man sich Ibelin vom Süden so durchreist man zu erst den Souk Ibelins, dicht an dicht drängen sich hier die Lehmbauten und bilden enge und verwinkelte Gassen, wer es sich leisten konnte hat sein Haus in hellen Farben getüncht. Neben der Straße liegt ein großer See, der wie alle Quellen der Stadt von den unterirdischen Feggagir gespeist wird, dann passiert man als erstes das Casino el-Eralam, Eralam ist vor langer Zeit aus Chorchop hierher gekommen nachdem ihm seine dortigen Spielschulden gezwungen hatten über einen Umzug nachzudenken, schnell erkannte er die unbedarftheit der Ibeliner und eröffnete sein Casino. An zahlreichen Spieltischen tummeln sich die Besucher und merken kaum wie schnell ihnen das geld aus der Tasche gezogen wird, neben allen erdenklichen Würfel- und Kartenspielen wird hier auch Rote und Weiße Kamele gespielt, ebenso finden allerlei Wettspiele statt, bei denen man Skorpione oder anderes kleines Getier gegeneinander hetzt. Dem Casino gegenüber liegt das Soldhaus der Djunedim, stets hält ein prächtig gerüsteter Söldner Wache vor dem Eisernen Gittertor das ein Mantikor ziert. In dem Haus ist ein Schrein des Kor untergebracht der allen Gläubigen offen steht. Meistens erscheint das Gebäude verweist, den die meisten Söldner sind in irgendwelchen Aufträgen unterwegs.
Folgt man der Straße weiter, so findet man in einem prächtigen zweistöckigen Kuppelbau das Gasthaus Shabra, der Wirt Denderan ist ein gemütlicher Mittelländer, der anderen Mittelländern gerne Preisnachlässe gewährt.
Zur rechten vor dem gewaltigen Stadttor, wo sich stets eine lange Schlange aus Händlern und fremden aus aller Herren Ländern bildet, steht ein großes Weißes Gebäude, die Fenster sind mit Schmiede eisernen Gittern versehen und hinter einem Hohen Gitterzaun spielen zahlreiche Kinder oder schauen mit traurigen Blick auf die vorbeiziehenden Reisenden, dies ist das Waisenhaus des Fürsten in welchem sich Yazemin saba Kemir mit 3 weiteren Frauen um die Elternlosen Kinder kümmert. In dem großen Gebäude finden sich Schlafstätten für 50 Kinder, sowie eine große Küche, deren Abfälle man großzügig den Bettlern überlässt. Manche Mütter nehmen den Zorn ihrer Männer in kauf und kommen von weit her um ihre Söhne und Töchter im Waisenhaus abzugeben bevor ihre Männer sie in die Sklaverei verkaufen. Nur die wenigsten Ibeliner interessieren sich genug für das Waisenhaus um zu merken das obwohl ständig neue Kinder dazukommen, die Zahl der spielenden Kinder nie zunimmt, den ein jedes Kind das tauglich erscheint wird entweder auf dem Sklavenmarkt verkauft, oder in der Haremsschule zu einer Kurtisane oder einem Eunuchen ausgebildet.
Folgt man der Schmalen Gasse am Waisenhaus, kommt man an zahlreichen Bettlern vorbei zur Arena Ibelins, hier finden täglich Tierkämpfe statt und in der Dämmerung füllen sich die Ränge der Arena. Fast immer hetzt man Kampfhunde gegeneinander, aber auch Bullen oder aber wenn man sie günstig erwerben konnte Bären oder Löwen . Der Eintritt in die Arena kostet 5 Shekel es sind vor allem die Wetten an denen man hier verdient. Ebenfalls ist der Veranstalter Frankwart an exotischen Kreaturen interessiert die er für gutes Gold kauft um sie besonders Spektakulär in den tod zu hetzen. An Ausgewählten Tagen finden hier auch Gladiatorenkämpfe statt und manchmal belustigen sich die Zuschauer auch indem sie zwei Bettler um einen Laib Brot streiten lassen.
Im Efferdwärtigen teil des Souks findet man die Schenken Seriba Jasper und Echsentodt dazu noch das Bordell Alabaster Traum von Hamid ibn Dersid.
In der Seriba Jasper werden dem gut zahlenden Gast auch seine geheimsten Wünsche erfüllt und der bullige Türsteher Toran lässt nur die Eintreten die auch Aussehen als könnten sie sich die exklusiven Angebote des Hauses leisten. Im Echsentodt gibt es eine gute Küche, die über der Theke hängende Glocke wird immer dann geschlagen wenn ihm ein Gast eine frisch erschlagende Schlange bringt, dann bekommt der Gast eine Mahlzeit und ein Getränk auf Kostend des Hauses. Der Brauch ist auf den tot seiner Frau durch einen Schlangenbiss zurückzuführen.
Das Bordell Alabaster Traum ist der Anlaufpunkt für all deren Geldbeutel nicht so prall gefüllt ist, Suliman ben Dscherif sorgt in seinem Haus für angenehme Freuden und ist Stolz darauf niemanden abweisen zu müssen, weil sein Geldbeutel zu Klamm sei. Seine Frauen und Mädchen kauft er billig ein und hält sie mit diversen Rauschkräutern gefügig, Hilfe bekommt er dabei von seinen Brüdern Kemal und Zanubir.
Des Nachts wenn sich die Garde aus dem Souk zurück zieht und das Stadttor verschlossen wird sollte man die dunklen Gassen meiden, den die Nacht gehört den Bettlern vom Roten Ulfing, einen tobrischen Gesetzlosen der etwa 20 Bettler um sich gescharrt hat die des nachts betrunkene Reisende oder andere Bettler drangsaliert und ausraubt.
Medina – Die Altstadt Ibelins
Stest bildet sich eine lange Schlange vor dem bab-es-Iqbal wenn es am Morgen geöffnet wird und die handvoll Gardisten hat alle Hände zu tun um die Händler und Reisenden zu kontrollieren und Dokumente auszustellen. Die Torflügel sind mit silbernen Beschlägen versehen und künden von den Taten des Fürsten während der Schlacht um Ibelin. Hat man das Tor hinter sich gelassen so fällt der Blick zuerst auf das große Portal der Al'Rabi Karawanserei von Marwan ben Umran, die dieser mit seiner Familie betreibt, eine Schmiede zum beschlagen von Pferden ist ebenso vorhanden wie große Speicher und Zisternen und des Nachts sind nicht selten 100 Kamele in den Höfen mitsamt ihren Treibern und Waren untergebracht.
Man kann vom Stadttor direkt bis zum Tor des Palastes blicken, den die Prachtstraße zieht ihren Weg geradewegs durch die Stadt, man kommt vorbei am großen Hammam von Orhan ibn Berik, das Badehaus verfügt über zwei sorgfältig voneinander getrennte Badebereiche so das dass Badehaus Männer wie Frauen gleichzeitig zur Verfügung steht, in weiteren Bereichen stehen den Gästen Schwitzbäder und Massageräume zur Verfügung.
Das Gasthaus Mouzmazar bietet seinem Gast alle erdenklichen Annehmlichkeiten, darunter sogar mit einem eisernen Schlüssel verschließbare Türen, mehrere Pagen kümmern sich um die Wünsche und oder das Gepäck der Gäste und so wundert es nicht das so mancher Emissär hier Quartier bezieht bis er zum Bey vorgelassen wird. Der Gastwirt Rasul ibn Gerit nutzt sein Talent um für seinen Vetter Djuned ibn Maharajah allerlei Gerüchte aufzuschnappen. Das Teehaus Amsari auf der anderen Straßenseite bietet neben seinem großen Angebot an erlesenen Teesorten auch einen gut ausstaffierten Rauchsalon in dem sich die Besucher allerlei Freuden hingeben können, ein besonderes Erlebnis ist es wenn Suleika, die Tochter von Ambar ibn Tamrikat tanzt, berauscht von den diversen Kräutern erleben manche Gäste das gesehene wie ein Traum.
Hinter der Karawanserei findet sich die Taverne Gjalska, des ehemaligen Söldners Weath, der seiner nordischen Heimat den Rücken zugekehrt hat und von seiner ansehnlichen Beute nach dem Khômkrieg diese Taverne eröffnet hat. Das Gebäude ist von Außen wild verziert und mit allerlei Tiertrophäen behängt worden. Innen bietet sich ein Rustikales Bild und gerade diese exotische Ausstattung ist es die viele Tulamiden anlockt, zudem hoffen manche einen Blick auf Herger Hjaldersson zu werfen der Angeblich Stammgast hier sein soll.
Die nordöstlichste Ecke der Medina wird von der Sklavenjägergilde beansprucht, durch eine Mauer von der Stadt getrennt und mit einem schweren Tor gesichert residieren hier die Sklavenfänger Ibelins und bringen zuallererst hier ihre Beute unter bevor sie Sie an die Sklavenhändler verkaufen. Es heißt das die Sklavenmeister den Willen vieler versklavter erst brechen müssen bevor sie sich für den verkauf eignen und so meiden die Bewohner der Stadt diesen Bereich solange es sich vermeiden lässt.
Etwas abseits der Prachtstraße liegt das Bordell Fathnared (Morgenzauber), eine Einrichtung des Beys, Sklavinnen die sich nicht für den Verkauf eignen werden hier beschäftigt bis sie sich bezahlt haben und dann nicht selten in die Freiheit entlassen. Viele junge Abenteurer glauben das es sich um ausgediente Djariadim des Fürsten handelt und so ist das reichlich geschmückte Gebäude stets gut besucht. Stets steht ein dunkelhäutiger Eunuch vor der Tür und er tut gut daran viele abzuweisen denn der besuch in den haus ist überaus kostspielig und die vornehmen Besucher könnten sich durch 'Gesindel' gestört fühlen. Einmal im Gottesnamen gibt es ein kleines Fest mit allerlei Attraktionen, wie Gauklern und selten einmal auch einem Illusionisten und derart Unterhalten merken viele Gäste gar nicht wie die Münzen aus ihrem Geldbeutel verschwinden.
Die am Hain der Ruhe gelegene Heilstube der Delassars ist ein gefragter Ort wenn es um Heilung von Wunden und Krankheiten geht und man ist mit bescheidenen Gaben zufrieden, hier leben gleich vier exzellente Heiler, Dzamila ist eine alternde Hexe und mit dem Alter haben auch ihre Kräfte sie mehr und mehr verlassen, dennoch weiß sie noch so manches Tränklein zu brauen. Ihr Sohn Hilal ben Yakuban versteht sich auf die Heilung von Krankheiten, dessen Sohn Khalil wird wohl einst in die Fußstapfen seines Vaters treten, sein Bruder Schiram sammelt die benötigten Kräuter und andere Zutaten und versteht sich wie seine Großmutter auf das Brauen von Tränken, seine Schwester Fhelya, die seit dem Tod ihres Mannes wieder hier lebt, ist eine begabte Hebamme.
In einem kleinen aber reichlich geschmückten Haus, gegenüber des Travia-Tempels lebt die Familie al'Rashid. Abdul ibn Abidallah al'Rashid hat einen Großteil der Mosaike und Ornamente im Palast gefertigt und nachdem der Fürst seine Arbeiten öffentlich in den höchsten Tönen gelobt hat kann er sich vor Aufträgen kaum retten und bietet seine Dienste zu gemäßigten Preisen jedermann an.
Der Travia-Tempel wurde vom Fürsten gespendet nachdem eine Gruppe von Straßenkindern in Rashdul das leben einer seiner Töchter rettete, die von ihren Leibwachen getrennt wurde. Die beiden Geweihten, Fahdlan und Siopan, haben, zwei Kinder aus dem Waisenhaus als Novizen in den Tempel geholt, sie verteilen vor allem Speisen an die Bettler der Unterstadt, da lediglich eine handvoll Mittelländer regelmäßig zur Andacht erscheinen.
In einem großen wehrhaften Gebäude, dessen Wände gelb getüncht sind, ist die Garnison der Khômgarde untergebracht. Neben den Schlafplätzen, Ställen und gut ausgerüsteten Waffenkammern befinden sich hier auch die Waffen für das Bürgeraufgebot das in Kriegszeiten zu den Waffen gerufen wird.
Im Haus der Götter finden sich zwölf Schreine, die einen stark veränderten Zwölfgötterglauben predigen, so hat nicht nur Rastullah den Platz von Praios eingenommen sondern die Rahja, Rondra, Hesinde, Tsa, Boron und Phex werden in ihren Urtulamidischen Aspekten dargestellt und die übrigen Götter möglichst unscheinbar, aber passend in das Gefüge eingesetzt.
Der Prediger Tamrikat ibn Yassafer bemühen sich um das Seelenheil der Bewohner Ibelins und stellt sich gerne den herausfordernden Fragen Auswärtiger Besucher des Götterhauses.
Quad el-Feqz – Der Basar
Durch das bab-es-Fenneq betritt man den Basar Ibelins, die Marktwachen haben morgens alle Hände voll zu tun wenn die zahlreichen Händler auf den Basar strömen, Waren müssen geprüft und Zölle eingetrieben werden, dann gilt es die unzähligen Kunden im Auge zu behalten und der zahlreichen Diebe habhaft zu werden und auch hier müssen die Gardisten die Qualität von Waren prüfen, Streit schlichten und vieles mehr. Die Geweihten des Feqz-Tempels verwalten diesen Bezirk und treiben auch die erforderlichen Zölle ein. Das Haus des Feqz hat als einziges Gebäude des alten Ibelins das außerhalb der Mauer lag, den Angriff der Chimärenhorden überstanden und noch immer zieht es die staunenden blicke der Basarbesucher auf sich, mit seinen in die Höhe geschraubten Kuppeltürmchen und dem reich verzierten Portal ist das Haus ein echter Blickfang und kaum einer der Händler geht an dem Gebäude vorbei ohne nicht kurz den Gott um einen erfolgreichen Tag zu bitten. Dicht an dicht drängen sich die Leute auf den Basar, es wird gehandelt, die Ware geprüft und lautstark gefeilscht. Immer wieder ist man versucht nach seiner Geldkatze zu greifen, den immer wieder stößt man mit anderen Besuchern zusammen. Und an manchen Ecken haben Taschenspieler ihre Tische aufgebaut, oder haben sich Haimamuddin niedergelassen. Im Klang einer Kabasflöte beschwört ein dunkelhäutiger Mann eine Kobra aus einem Korb und ein Fakir legt sich nieder auf einem Bett aus Nägeln.
Folgt man den Geschäften nach Osten so kommt man auf den Obstmarkt, aber auch Getreide, Gemüse und andere Nahrungsmittel werden hier gehandelt, eine schmale Gasse führt an zahlreichen Schneidern vorbei zur Gasse der Schmuck schmiede in der sich auch das einfache Badehaus des Basars befindet, ein ebenfalls hier befindliches Teehaus lädt schon so manchen Besucher zu einem Tee ein. Vor allem der die Werkstatt von Grabosch und Frelax, Söhne des Omborasch ist gut besucht, beide sind hervorragende Kunstschmiede und Graveure und so mancher Edelmann besänftige seine Frau mit einem gravierten Schmuckstück nach einem Streit.
Dann betritt man den Pferdemarkt und schon vom weiten steigt einem der Geruch von Kameldung in die Nase. Dicht an dicht stehen hier Pferde, Kamele und andere Reittiere, die Händler preisen lautstark ihre Tiere an und argwöhnisch kontrollieren potentielle Käufer die Ware. In den Läden an den Seiten des Platzes verkaufen andere Sättel, erlesenes Zaumzeug, Satteldecken, ebenso wie Hafer und alles was sich das Pferdeherz erträumt.
In der Gasse der Schmiede herrscht geschäftiges treiben und nur der nachts verstummt das Schlagen der Hämmer, hier ist es noch heißer als im Rest des Basars und während der Mittagshitze meidet man die Gasse am besten. Ebenso den Viehmarkt der an die Gasse anschließt, auf dem es nach Ausscheidungen aller erdenklichen Tiere stinkt, doch bekommt man hier Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel und allerlei exotisches Getier, so manche Schlange die hier unter der Theke verkauft wurde des nachts für einen Mord benutzt. Singvögel bekommt man hier ebenso wie Katzen oder Hunde und die Kinder der Reichen kaufen sich gezähmte Ratten oder Schildkröten an denen sie schon am nächsten Tag das Interesse verlieren. An den Stuben der Geldwechsler, Rechtsgelehrten und Barbiere vorbei kommt man zum Sklavenmarkt Djinniley, große hölzerne Bühnen dominieren den platz vor denen sich die Menge drängt, wie Vieh treiben die Händler ihre Ware auf die Bühne und preisen dann ihre Vorzüge an. Doch dies sind meist nur die billigen Sklaven, für Feldarbeit oder für einfache Arbeiten geeignet. In den Läden an den Seiten bekommt man die spezialisierten Sklaven, doch geht das Geschäft hier ganz anders zu, der Händler bittet einem zum Tee und wünscht zu hören was man den genau sucht und dann fragt er höflich in welchem preislichen Rahmen man sich bewegt und dann präsentiert er einem die geeigneten Sklaven einer nach dem anderen und preist auch hier die Vorzüge der Ware. Hat man jedoch einen Sklaven gefunden der den Wünschen entspricht dann geht das gefeilsche los.......
Lange schlangen bilden sich vor dem Geschäft in dem die begehrten Djariadim verkauft werden, doch viele werden gar nicht erst hereingelassen, es sind all jene Glücksritter die einen Blick auf eine dieser Frauen erhaschen wollen, deren Geldbeutel aber zu wenig gefüllt ist.
Verlässt man den Sklavenmarkt führt der eine Weg vorbei an den Läden der Bäcker, Konditoren und Zuckerbäcker auf der einen und der Sirupköche, Winzer und Schnapsbrenner auf der anderen Seite. Der andere Weg führt durch die Gasse der Gelehrten, hier kauft man Pergament und Papyrus, Instrumente und an einem Stand bietet der alte Ghantabir 'Echte Hinterlassenschaften aus den Skorpionkriegen' an. Ein alter Schriftgelehrter bietet gegen gutes Silber seine Dienste als Schreiber an und vermag es auch das eine oder andere alte Schriftstück zu übersetzen.
Hort des Wohlstandes – Die Oberstadt
Durch das bewachte bab-es-Sahav betritt man die Oberstadt Ibelins, im Vergleich zur beengenden Medina scheint die Oberstadt geradezu leer zu sein den nur wenige Anwesen stehen zwischen den zahlreichen Dattelpalmen und Obstbäumen. Direkt am Tor befindet sich das prächtige Bethaus des Rastullah mit seinem Hohen Minarett vom dem aus der gemäßigte Mawdli Halil zu den Gebeten ruft. Das Gebäude wurde vom Fürsten nach der Übernahme der Stadt gestiftet. Größter Schatz des Gebäudes ist für Gläubigen das Gemälde Rastullahs erscheinen in Keft, eines unbekannten Künstlers.
In der Kampfschule von Omar ben Saîd lernen die Söhne von wohlhabenden Vätern die Hohe Kunst des Säbelfechtens, der Ruf den Omar genießt ist wohlverdient, den immerhin hat er den Füsten in der Kampfkunst unterrichtet und ihm auch seine Tochter Shelia zur Frau gegeben. Omar nimmt nur Sorgfältig ausgewählte Schüler aus, nur ein bis drei schaffen es pro Jahr aufgenommen zu werden. Dafür ist die Qualität der Ausbildung sehr gut und viele der Abgänger übernehmen Offiziersposten in der Armee des Fürsten.
Das Anwesen von Tulef ibn Kalkarib al'Mogul wird von selbigen nur wenig genutzt, es dient vor allem seinem Sohn Terekh als Wohnstatt, Tulef ist ein angesehener Sklavenhändler des Fasarer Landes und nutzt dieses Anwesen wenn er zu Verhandlungen mit dem Fürsten in der Stadt weilt. Hin und wieder wird er auch von den Erhabenen Fasars als Gesandter zum Fürsten gesandt um Verträge auszuhandeln.
Der noch recht neue Tempel der Radscha Uschtammar erfreut sich großer Beliebtheit und die drei Geweihten betreuen neben ihren zwei Novizen eine große Anzahl an Gläubigen, daneben stehen ihnen noch vier Tempelsklaven zur Verfügung und zwei Säbeltänzer sorgen für die Sicherheit des Tempels.
Das Tempelgebäube wird von einer großen Halle dominiert dort steht eine Statue der Göttin die ebenfalls vom Fürsten gespendet wurde, die Halle bietet mehrere Separees in welchen sich die Geweihten um die Bedürfnisse der Gläubigen kümmern können. Daneben finden sich hier Schlaf- und Arbeitsräume, sowie ein weitreichender unterirdischer Bereich in dem Lager und Archiv untergebracht sind. Auch die umliegenden Gärten werden von den Geweihten betreut, vor allem der Rosengarten erfreut sich großer Beliebtheit.
Der gewaltige Palast des Djuned ibn Maharajah zieht viele Blicke auf sich das prächtige Gebäude mit der alten Ornamentik bietet einen faszinierenden Anblick und manchmal scheint es als würde man sich völlig darin verlieren. Die Familie ibn Maharajah herrschte einst über Vishid verlor ihre Macht jedoch an einen Herausforderer, der Fürst der Familie Zuflucht, und ernannte Djuned zu seinem Wesir nachdem er die Fähigkeiten des Mannes erkannte. Seine Söhne Hazak und Mufazzar helfen ihrem vater bei dieser Arbeit, während Zoya, Djuneds Tochter in den Harem des Fürsten ein heiratete, bekam Mufazzar eine der Schwestern des Fürsten zur Frau.
Ein gewaltiger fünf Stockwerke hoher Turm dominiert das Anwesen von Sarah ay Vishid, die Djinnenbeschwörerin aus Rashdul erkannte früh die Ambitionen Alrik Beys und trat in seine Dienste um für den Fürsten die erbeuteten Relikte der Magiermoguln und der Diamantenen Sultane zu untersuchen zu dürfen. Inzwischen ist sie ebenfalls eine brillante Artefaktmagierin geworden und fertigt nicht nur für den Fürsten, sondern auch gegen klingende Münze magische Talismane an oder identifiziert alte Artefakte.
Ihre ehemaligen Schülerinnen Jaina und Serafina, stehen ebenfalls in des Fürsten Diensten. Während Jaina, eine Schwester des Beys, ein relativ freies Leben führt und zu Studienzwecken in Lowangen weilt, steht die junge Serafina ebenfalls in Alriks Diensten.
Der junge Sulef ist im moment der einzige Schüler Sarahs und blüht seitdem ihm nicht mehr von den beiden jungen Frauen das Leben schwer gemacht wird regelrecht auf.
Residenz des Fürsten – Djer Al'Hambra
In der gewaltigen weißgetünchten Anlage lebt der Fürst mit seinem zahlreichen Frauen, Geliebten, Töchtern, nahen Verwandten und zahllosen Bediensteten und Sklaven. Vor allem der gewaltige Harem des Fürsten ist seit einigen Jahren ein steter Quell der unterschiedlichsten Gerüchte.
Betreten kann man die Anlage lediglich durch das bewachte bab-es-Ankhra, dem Tor des Löwen, die beiden Torflügel sind aufwendig mit goldenen Ornamenten verziert und ist das Tor geschlossen, erinnert es an einen brüllenden Löwen.
Vom Tor aus führt ein Weg, geziert von Bäumen, Sträuchern und diversen Statuen zum Besucherpalast, hier kümmern sich Schreiber um einfachere Anliegen, die keinen der höheren Beamten erfordern, für Gäste befinden sich einige Warteräume und Empfangszimmer, in einer 'Garderobe' müssen Besucher ihre Waffen ablegen bevor sie tiefer in den Palast eindringen dürfen.
Danach kommt man zum Serail al'Sheik ist ein dreistöckiges Gebäudes hier befindet sich der Thronsaal, sowie einige Prunkzimmer und Präsentationsräume. Im oberen Teil des Zentralbaus befindet sich eine gut ausstaffierte Bibliothek und einige weitere Spiel- und Rauchzimmer. Die Wände und auch die Gänge sind kostbar ausstaffiert, edle Teppiche aus feinster Kamelwolle hängen hier neben kostbaren Bildern die täglich gegen Termiten geschützt werden müssen, kostbare Statuen und Waffen zieren die Wände und viele alte Vasen, Kanopen und andere Überbleibsel des alten Palastes präsentieren sich hier dem Besucher und stellen so manchen gast auf eine harte Probe. Hier empfangen der Fürst oder seine Stellvertreter ihre Gäste, seien es nun Gesandte ferner Länder, Handelsreisende, Boten oder aber nur Freunde des Reiches. Ein Heer von Bediensteten steht bereit um den Gästen jeden Wunsch zu erfüllen und wohl verborgen vor den Augen der Gäste stehen zahlreiche Wachen bereit um Störenfriede festzsetzen. Die Gäste denen ein Empfang im Allerheiligsten zuteil wurde berichten von goldenen Möbeln mit Polstern aus Elfenhaar, adamantenen Mosaiken an Böden und Wänden, sowie Brunnen und Badebecken, deren Fontänen angenehm temperiertes Wasser emporsprudeln lassen – manchmal aber auch Wein, Milch oder Saft, wenn der Bey es wünscht.
Im östlichen teil des Palastes befindet sich der Serail mit seinen legendären Harems. Hier befinden sich die Gemächer des Beys, seiner Frauen, Kinder und Schwestern, sowie ihrer engsten Leibdienerinnen. Die wenigen Türen die in den Harem führen sind streng bewacht von der Haremsgarde, jederzeit bereit einen unbefugten mit ihren Scharfen Khunchomern in Scheiben zu schneiden.
Es gibt verschiedene Harems in den großen Gebäude und alle Fenster sind mit verzierten Eisernen Gittern sorgfältig gesichert, im Mohagoni Harem sind die zahlreichen Frauen und Mädchen aus den Dschungeln Meridianas untergebracht. Während im Alabaster Harem die Töchter aus gutem Haus leben, deren Haut rein und hell ist, weil sie nie in der Sonne arbeiten mussten. Dazwischen liegen zahlreiche kleinere Harems, doch oft sind die Grenzen der Harems fließend und nur durch Vorhänge voneinander getrennt. Nur die wenigsten Frauen sind Liebessklavinnen, die meisten der hier lebenden Mädchen versorgen die Gespielinnen des Fürsten und gehören zu den allgegenwärtigen Haremsdiensten. Die Gemächer der Harems sind überaus kostbar ausstaffiert, zur Unterhaltung der Frauen und Mädchen gibt es mehrere Spielsäle, ein temperiertes Badebecken und zahllose andere Spielereien. Sie residieren ebenfalls in kaum vorstellbarem Luxus neben kostbaren Möbeln und riesigen Tulamidenteppichen aus feinstem Kamelhaar finden sich hier zahlreiche Kunst- und Beutestücke. Bevor eine der Djariadim jedoch zum Fürsten geführt wird, wird sie zum Objekt der Haremsdienste, die ihren Körper waschen, enthaaren, salben, parfümieren, frisieren, in die feinsten Roben kleiden, mit erlesenen Juwelen schmücken und sie schließlich in das Prunkgemach des Beys führen. Während die Lieblingssklavinnen des Beys in seiner unmittelbaren Nähe wohnen, gibt es für die offiziellen Gemahlinnen eigene Suiten in denen sie mit ihren Dienerinnen wohnen. Die jüngeren Töchter Alriks teilen sich einen Schlafraum in der Nähe ihrer Mütter, die Söhne Alriks hingegen bekommen schon von klein auf eigene Schlafsäle. Sie Wachsen sorgfältig von ihren Müttern und Schwestern getrennt auf, die sie nur selten zu Gesicht bekommen und werden von eigenen Sklavinnen umsorgt und lernen so frühzeitig ihren Platz in der tulamidischen Gesellschaft kennen.
Im westlichen teil des Palastes befinden sich die ebenfalls prunkvollen Gästezimmer des Palastes, hier leben auch alle höher gestellten Bediensteten und Würdenträger des Palastes in großen Luxus. In den kühlen Kellern dieses Gebäudes befinden sich die Archive. Noch niemand hat seit der Übernahme des Palastes die Archive durchgesehen und niemand weiß welche Schätze möglicherweise hier Schlummern.
In dem flachen Nebengebäude mit seinen zwei Kuppeln ist die Garnison der Löwen- und der Haremsgarde. Die Soldaten finden hier alle erdenklichen Annehmlichkeiten, doch viele Soldaten fürchten die Verweichlichung und meiden die Salons und Spielzimmer. Für die Pferde der Gardisten befindet sich hier ein eigener Stall.
Die Sklaven des Palastes sind in einem weiteren Gebäude untergebracht und nur wenige Sklaven verschwenden einen Gedanken an Freiheit, den sie leben hier besser als es viele Freie tun. Die Ställe des Fürsten grenzen an das Gebäude und ein Heer von Sklaven versorgt die Pferde des Fürsten, doch sind hier auch einige edle Kamele und andere Tiere untergestellt, darunter drei Ponys die der Fürst einst seinen Töchtern schenkte als sie noch zu jung waren um auf Pferden zu reiten.
Ebenfalls befindet sich hier ein weiteres prächtiges Bethaus des Rastullah in dem Palast mit seiner Familie betet.
Eine der Quellen seines Reichtums ist die Haremsschule Aram Abrizah (Haus der Perlen), viele verarmte Eltern freuen sich das sie ihren Kindern das Los der Sklaverei ersparen können und geben ihre Kinder in das Waisenhaus des barmherzigen Beys, nicht ahnend das nur die wenigsten diesem Los entgehen werden. Der Bey freut sich über diesen Zustrom von billigen Sklavenkindern. Die Jungen werden meist sofort kastriert und durchlaufen eine harte Ausbildung mit militärischen Drill, Kursen in Tulamidya und den Grundlagen des Rastullahglaubens und werden später als Haremseunuchen teuer verkauft, oder der Haremsgarde des Beys zugeteilt. Mädchen werden von erfahrenen Lehrerinnen zu Edelsklavinnen ausgebildet. Da es sich bei den Novizinnen überwiegend um Kinder aus ärmlichen Verhältnissen handelt spielt das lernen von Lesen, Schreiben, Nähen und Sticken, die Unterweisung in den Geboten und Riten des Rastullahglaubens eine herausgehobene Rolle. Wer sich hier als besonders gelehrig erweist, rückt schon bald zu den gehobenen Künsten des Tanzes und Gesangs vor, die ein wichtiges Vorfeld tulamidischer Sinnenfreude auf dem Weg zum eigentlichen „Saatfeld“ darstellen. Mit fortschreitender Ausbildung werden die Bewegungsabläufe und Ausdrucksnuancen immer wieder geübt und ausgefeilt, bis sie offiziell darbietungsfähig sind. Neben ihrer Schönheit und Anmut haben diese Djariadim eine Bedingung ihrer Endabnehmer um so sicherer zu erfüllen, je höher ihr Preis steigt: Jungfräulichkeit.
Die Gärten des Palastes
Zahlreiche Wege führen zu den Gebäuden, sie schlängeln sich zwischen Zedern, Palmen, Olivenbäumen und blühenden Mandelbüschen hindurch über bunte Blumenwiesen. Die Vielfalt der Pflanzenarten, die hier gedeihen, übertrifft manch einen Forst im Land. Die Pfade führen zu den zwischen den großen Gebäuden stehenden kleineren Pavillons und dem Badehaus des Beys, die Kuppel und der Boden des Badehauses sind mit goldenen Intarsien farbigen Mosaiksteinen ausgelegt, die geometrische Muster bilden. In der Vorhalle schmücken weißblühende Jasminsträucher die Eingänge, deren lieblicher Duft sich im Inneren des Gebäudes mit dem parfümierter Seife mischt. Ein Tag in dem Prunkbad, verwöhnt von verschleierten Sklavinnen, die den Gästen den Rücken massieren und ihnen Früchte aus allen teilen des Kontinents in silbernen Schalen an reichen, ist ein Erlebnis das man so schnell nicht vergessen wird.
Zwischen Zypressen und Lebensbäumen stolzieren Fasane und Pfauen dahin, deren buntes Gefieder zwischen denfarbenprächtigen Feuerlilien und Farmelorsblüten kaum auffällt. Am Ufer des Sees ruhen sich zahlreiche Wasservögel, darunter vier weiße Schwäne aus, auf einer kleinen Insel spenden einige Palmen Schatten. An heißen Tagen ziehen die Kinder des Beys die kühle des Sees dem temperierten Becken im Badehaus vor und nur mit Mühe gelingt es am Abend den Leibdienern die Kinderschar wieder einzufangen. Ebenfalls frei umher laufen einige Antilopen die von den Frauen und Kindern mit Zucker gefüttert werden. In einem Verschlag zwischen den Bäumen warten vier Jagdpardel darauf das der Bey mit ihnen zur Jagd aufbricht, ebenfalls tun dies die drei Falken des Fürsten.
Im Palastgarten steht ein unscheinbares Gebäude mit einem hohen Turm, dies Gebäude ließ Alrik errichten um den novadischen Begräbnisriten gerecht zu werden, die Überreste werden in den Grüften unter dem Gebäude dann zur letzten Ruhe gebettet.
Das Gewölbe
Unter dem palast befindet sich ein tiefes Gewölbe welches der Sultan Be-Shar-Uzur einst in den Berg graben ließ um seine Schätze vor den Magiermoguln vom Gadang zu schützen. Zahllose Gänge führen vom Palast in die tiefe hinab, sie sind wie ein Labyrinth verzweigt und viele Gänge enden in Sackgassen, andere sind durch Illusionszauber verborgen oder gaukeln einem vor den Pfad weiter zugehen obwohl man bereits seit Stunden im Kreis geht. Ein paar Gänge führen zu leeren nie genutzten Kammern, in einer dieser Kammern hat der Fürst seine gefürchtete Folterkammer eingerichtet und viele nicht wenige gefangene sterben dort eines langsamen qualvollen Todes.
Und manch anderer Gang endet im Nichts, an glatten Felswänden , wo sich einst der Limbus erstreckte und die Kammern zu denen der Gang führte ins nichts gerissen hat. Fünf der Gänge jedoch führen zu den Schatzkammern von Ibelin und nach langen Jahren gelang es dem Fürsten alle Schlüssel zusammen zutragen und die Überbringer fürstlich zu belohnen.
Auf diesen kaum geahnten schier unendlichen Schätzen beruht die Macht des Fürsten Alrik Bey, es finden sich Truhen voller Goldener und silberner Münzen, Haufen von Adamanten, Smaragden, Opalen, Rubinen und zahllosen anderen Edelsteinen, Barren von Gold und Silber. Kostbare Geschmeide liegen achtlos auf dem Boden und geöffnete Truhen voller Ohrringe, Ringe, Halsketten, mit Goldfäden durch wirkte Gewänder stapeln sich neben alten Tontafeln die in unbekannten Schriftzeichen Geheimnisse aus alter zeit enthalten. Diverse magische Artefakte liegen hier herum, darunter unzählige Djinnenringe oder den Geist stärkende Diadem, Turbanspangen mit Schutzzaubern belegt, ebenso wie Kristallkugeln und magische Schalen.
All diese Reichtümer sind geschützt von alten magischen Fallen, die Türen gesichert durch erzerne Djinnis, die sich nur vor den rechtmäßigen Herrschern Ibelins verneigen und die Türen öffnen und golemidische Statuen, die mit immer scharfen Säbeln bewaffnet sind. Und natürlich versehen auch hier einige Soldaten ihren Wachdienst.
Aber noch immer ist Vorsicht geboten, seltsame Laute dringen aus nicht erforschten Gängen und selten genug sind Wachen spurlos verschwunden. Und unter den Wachen gilt, verlass niemals die erleuchteten Gänge, denn niemand kann sagen welche Schrecken aus der Alten zeit noch immer in den finsteren Gängen lauern.

Einwohner: 1100 (70% Tulamiden/25% Novadis / 5% Sonstige), dazu etwa 450 Sklaven
Wappen: Schwarzer Löwenkopf auf rotem Grund
Herrschaft/Politik: absolute Monarchie mit Alrik Bey an der Spitze
Garnisonen: 33 Mann Löwengarde, 33 Mann Haremsgarde, 33 Mann Khômgarde, 20 Mann Stadtgarde, 8 Marktwachen dazu diverse Sklavenjäger und Leibwachen
Tempel: Rastullah, Feqz, Rahja, Travia, diverse Schreine alttulamidischer Götter
Wichtige Gasthöfe/Schenken: Karawanserei Al'Rabi (Q7/P6/S38), Teehaus Amsari (Q9/P8.), Taverne Gjalska (Q6/P5), Bordell Fathnared (Q8/P8.), Gasthaus Mouzmazar (Q8/P7/S18)
Besonderheiten: Ibelin ist eine Residenzstadt, sie wird von der gewaltigen Palastanlage Alrik Bey's geprägt, Der Sklavenmarkt der Stadt gehört zu den bedeutendsten der Region.
Herausragende Händler: Handelshaus al'Mogul
Stimmung in der Stadt: In der Stadt verschmelzen die tulamidische und die novadische Lebensart miteinander. Fremden gegenüber ist man sehr aufgeschlossen, zudem profitierte die Bevölkerung von dem Reichtum den der Bey in den Ort bringt und so herrscht auf den Straßen dekadente Ausgelassenheit.
Währung: Marawedis, Zechinen und Muwlats. Im Basar gibt es einen Wechsler, der alle gängigen Währungen tauscht.
Was die Einwohner über ihre Stadt denken: Alrik Bey wird die Stadt wieder zu einem Machtzentrum erblühen lassen in welchem das Erbe der Diamantenen Sultane neu auf blühen wird.
Geschichte
Vor über 2600 Jahren baute der zaubermächtige Herrscher von Somnom, Vishid und Shobilla auf der Spitze des Hügels von Ibelin einen Sommerpalast. Als die Magiermoguln vom Gadang, etwa einhundert Jahre später, ihre Finger nach seinem Reich ausstreckten und sein Reich unter ihrem Ansturm erzitterte. Da wurde der Palast in Ibelin, an dessen Fuß bereits eine kleine Siedlung entstanden war, zum Ort des letzten Gefechts für den Sultan Bel-Shar-Uzur, seine Söhne und Soldaten.
Auf den Höhepunkt der Schlacht versuchte der Sultan mittels eines mächtigen Rituals den Palast in eine von ihm geschaffene Globule zu verschieben um ihn so vor dem Untergang zu retten, doch scheiterte der Versuch auf katastrophale weise und so wiederholten sich die letzten Stunden von Ibelin über 2500 Jahre immer wieder.
Im Jahr 1011 BF hörte der Alrik Bey Gerüchte über einen Mysteriösen Hügel an der Nordgrenze seines reiches, wo immer wieder Hirten mitsamt ihren Herden verschwinden sollen.
Zusammen mit seinen Gefährten stolperte Alrik Bey in die Schlacht hinein und noch größer war die Verwunderung als sich die Szenerie auf einmal wandelte und die Schlacht vom neuen begann. Schnell erkannten sie jedoch was hier geschah und es gelang dem Bey das Ritual zu verhindern und so stürzte die Stadt wieder zurück in die Dritte Sphäre an ihren angestammten Platz. In der anschließenden Schlacht stellten Alrik Bey und seine Gefährten das Zünglein an der Waage dar und konnten die Schlacht für die Ibeliner gewinnen. Doch Bel-Shar-Uzur, seine Söhne und fast alle Ibeliner starben in diesem Kampf und die wenigen verbliebenen Bewohner der zerstörten Stadt erkannten Alrik Bey als ihren neuen Herrscher an. Seitdem befindet sich die Stadt in einem ständigen Wachstum, denn der Reichtum Ibelins lockte viele Glücksritter, Händler, aber auch Neider an.
Stadtbild
Auf einem hohen schroffen Hügel gelegen bietet der Ort mit seinem weißen Palast, dem Djer Al'Hambra, den hohen Mauern und den vielen Spitztürmen einen geradezu malerischen Anblick. Darunter schmiegt sich die Oberstadt der Reichen , mit ihren ebenfalls prächtigen Palästen an die Flanke des Hügels. Auch der Basar, mit seinem prächtigen Feqz-Tempel ist ummauert und das Ziel der zahlreichen Händler und Karawanen die auf der Straße nach Ibelin ziehen, neugierig beäugen die Kinder neu ankommende Sklavenkarawanen, ob nicht wieder ein Exot aus fernen Ländern darunter ist. Zwischen Oberstadt und Basar drängt sich die Altstadt, die Medina Ibelin, die von einer neuen Mauer umzogen ist. Als erstes erblickt das Auge die gewaltige Al'Rabi Karawanserei in welcher die Karawanen bei Nacht untergebracht sind und auch das Haus der Göttin Travia befindet sich hier, die Häuser sind prächtig anzusehen und mit allerlei Ornamentik und Kalligraphie verziert. Vor den Mauern der Altstadt stehen die Häuser all jener die sich keinen Wohngrund in den mauern Ibelins leisten konnten, oder aber dort nicht erwünscht sind. Ein großes Spielhaus und eine kleine Arena in der beliebte Tierkämpfe stattfinden sind nur die größeren Örtlichkeiten an denen sich die Ibeliner zahlreicher Vergnügungen erfreuen können.
Die zahlreichen Haine und Gärten, die man überall erblickt, dienen nicht nur der Zierde, sondern können die Stadt im Falle einer Belagerung ernähren. Meistens aber suchen die Einwohner unter den Bäumen Schutz vor der Mittagssonne und beobachten das Treiben in ihrer Stadt. Die Frauen treffen sich an den Brunnen zum Plausch und dem Austauschen von Neuigkeiten und die Kinder toben zwischen den Palmen und Obstbäumen umher
und spielen Fangen oder Verstecken.
Selbst in der Mittagshitze ist die Hauptstraße zum Palast gut gefüllt, Soldaten des Beys und Bittsteller betreten oder verlassen den Palast. Dicht gedrängt warten die Leute darauf dem Bey ihre Aufwartung machen zu dürfen, Emissäre, Händler, Bauern, Bedürftige stehen Schlange vor dem gewaltigen Tor. Es sind Menschen die einen Richtspruch verlangen, eine Handelsgenehmigung wollen, Nachrichten ihrer Herren überbringen oder aber um Almosen bitten wollen, ebenso wie Väter die dem Bey ihre Töchter anpreisen wollen, aber auch Abenteurer kommen zum Palast in der Hoffnung ihre Dienste für gutes Gold anbieten zu können.
Doch wenn die Sonne untergeht wandelt sich die Stadt wo vorher geschäftiges Treiben herrschte wird nun gelacht, getanzt und getrunken das Zirpen der Zikaden vermischt sich mit der Musik, die aus den Anwesen kommt und kündet von einem weiteren Fest und verstärkt den dekadenten Eindruck des Beobachters. In Sänften lassen die Reichen von ihren Sklaven durch die Stadt tragen, begleitet von grimmigen Leibwächtern und so mancher Händler oder Abenteurer der ein gutes Geschäft gemacht hat verprasst sein Gold in einem der Bordelle.
Doch gerade des Nachts fallen die wachsamen Soldaten des Bey auf, die auf den Wehrgängen und in den Straßen patrouillieren. Und selten einmal öffnet sich nach dem Einbruch der Nacht das Stadttor um einen Botenreiter mit einer wichtigen Nachricht zum Palast einzulassen.
Herrschaft und Gesetz
Mit uneingeschränkter Macht herrscht Alrik Bey, Sultan des Stammes der Alrikiden, über Ibelin und das Ibeliner Land. Er ist Oberbefehlshaber und oberster Richter, doch lässt er sich oftmals in der Ausübung dieser Ämter vertreten. So verwaltet Djuned ibn Maharajah als Wesir die Stadt und das Land und der Miralay Saîd ben Sarhîdi befehligt in Friedenszeiten das Heer Ibelins. Der Serailik Pascha Nadrash ibn Pakhizal sorgt für einen Reibungslosen im Palast, der Liobhun Pascha Sahil ben Abidallah stellt die Versorgung und auch Ausbildung der zahllosen Tiere des Fürsten sicher und der Haimamud Pascha Raisul ben Sarhiri ist nicht nur der Lehrer der Kinder des Fürsten, sondern organisiert auch die Feste die im Palast gefeiert werden, zudem ist er ein überaus begnadeter Geschichtenerzähler.
Der Harem des Fürsten untersteht der Ersten Kadin Shelia saba Omar die hier mit nötigenfalls harter Hand für Ruhe und Ordnung sorgt.
Über die Stadt wachen die drei Garde Batalyunnis des Beys, die Löwengarde schützt den Palast und die Oberstadt, die Haremsgarde schützt den Serail und den Harem und die Khômgarde wacht über die Altstadt und die Mauern des Basars.
Auf den Straßen der Unterstadt und in der Altstadt sorgen 20 Stachtwachen für Ruhe, während die 8 Marktwachen des Basars vom Feqz-Tempel unterhalten werden.
Die Sklavenjäger der Gilde können im Kriegsfall vom Fürsten als Skorpiongarde herangezogen werden.
Die Gesetze des Ibeliner Landes sind fließend und stark den Stimmungen des Fürsten unterworfen, der vorhandene schriftliche Text ist ein Wirrwarr unterschiedlichster sich zum teil widersprechender Gesetze. Fest steht nur das Dämonen-beschwörung und Paktiererei mit dem Tode bestraft wird.
Bevölkerung, Sprache, Religion
Mehr als zweidrittel der Einwohner Ibelins sind Tulamiden, dazu kommen mehr als zweihundert Novadis, die ihrem Fürsten Alrik Bey hierher gefolgt sind, sowie eine kleine Anzahl Mittelländer. Als besondere Exoten gelten die beiden Zwerge und die Elfe die sich hier niedergelassen haben. Nur ein kleiner teil der hier lebenden Tulamiden können ihre Wurzeln zu den Urtulamiden Ibelins zurückführen, doch sind sie in Sprache und Kleidung nicht mehr von ihren tulamidischen Nachbarn zu unterscheiden. Die meisten Novadis Ibelins gehören zum Stamm der Alrikiden und bilden somit die Hausmacht des Fürsten. Die wenigen Mittelländer kleiden sich tulamidisch und haben ebenfalls schnell die Sprache angenommen.
In allen wichtigen Angelegenheiten wird Tulamidya gesprochen und auch geschrieben, selten einmal greift man auf die 19 Geheiligten Glyphen zurück.
In Ibelin werden die Zwölfgötter in einer archaisch anmutenden Form verehrt, wobei der Rastullahglaube den Praios-Kult fast vollständig verdrängt hat. Am häufigsten wird Feqz geehrt, der immer noch als Schutzgott des Tulamidischen Volkes angesehen wird. Daneben wird vor allem Radscha verehrt die viel Einfluss auf das häusliche leben hat. Rastullah ist vor allem der Gott der herrschenden und auch der kämpferischen und dem gemäßigten Mawdli Halil ist es zu verdanken das die Novadis die fremden Götter nicht nur ablehnen, sondern sie sogar verehren. Travia genießt nur geringe Beachtung, wird aber als Göttin des Gastrechts anerkannt.
Handel und Verkehr
Nachdem die Stadt wieder ihren Weg in die dritte Sphäre gefunden hatte ließ Alrik Bey die wichtigste Handelsstraße von Ibelin nach Shobilla über Imilchil ausbauen. Zwei weitere gefestigte Wege führen von Ibelin nach Dilabad und Aminabad.
Ibelins Reichtum beruht auf dem Sklavenhandel, den Alrik Bey dominiert, es ist vor allem der lukrative Handel mit spezialisierten Sklaven, den Alrik Bey führt, vor allem seine Djariadim sind in den ganzen Tulamidenlanden für ihre Schönheit und ihre Fähigkeiten berühmt. Den Handel mit gewöhnlichen Feld- und Arbeitssklaven überlässt er großzügig anderen Händlern. Aufkäufer Alriks finden sich auf jedem größeren Sklavenmarkt in Südaventurien und zahllose Sklavenfänger durchreisen in seinem Namen ganz Aventurien. Auf dem Basar in Ibelin wird fast jedes Gut gehandelt, denn die Reichen Bewohner Ibelins wollen ihren Luxus nicht vermissen. Pferde, Kamele, Kleinvieh, Rinder und alle Arten von Getreide, Obst und Gemüse werden fast ausschließlich für den eigenen Verbrauch angebaut oder gehalten und verlassen nur selten die Region. Die Handwerker Ibelins konnten sich schnell einen guten Ruf erarbeiten, den in den Palästen herrscht ein steter Bedarf an Schmuck und exzellenten Kleidern und so sind es vor allem die Schneider, die Steinschleifer und die Goldschmiede die es zu Wohlstand gebracht haben. Die feinen Teppiche die in Ibelin geknüpft werden bis nach Khunchom gehandelt und viele fleißige Hände arbeiten in der Teppichknüpferei und mehren so den Reichtum ihres Herrn.
Rüstungs- und Waffenschmiede haben zwar ihr auskommen, mit den zahlreichen Abenteuern und Schatzsucher die auf der Suche nach Hinterlassenschaften des alten Sultans hierher kommen. Viele Haimamuddin erzählen hier ihre Geschichten aus der Zeit der Magiermogule und des Diamantenen Sultanates, und sorgen so dafür das auf dem Basar das Geschäft mit echten und gefälschten Artefakten aus der Vergangenen Zeit floriert. Die Teehäuser, Schenken, Gasthäuser und Bordelle profitieren von dem gut laufenden Handel und den vielen Besuchern der Stadt und sichern dem Bey einen steten Steuerzufluss.
Die Währung Ibelins ist der goldene Marawedi (entspricht dem Dukaten), die silberne Zechine (silbertaler) sowie die eisernen Muwlats (Heller) und Shekel (Kreuzer), die gängigen fremden Währungen werden gegen Abschläge angenommen.
Die Verwaltung
Djuned ibn Maharajah verwaltet als Wesir die Stadt im Namen des Fürsten, er ist der erste Ansprechpartner für all jene Dinge die Stadt betreffen und er überwacht die Einhaltung der Erlasse und der Gebote, die vom Fürsten beschlossen werden. Er ernennt die Kadis (Richter) der einzelnen Stadtteile und er ernennt den Almosar (Schatzmeister), der die Steuern und Abgaben eintreibt und Geldmittel bewilligen kann. Im unterstehen die Schreibstuben, wo nicht nur Urkunden gefertigt, Steuerlisten und Aushänge erstellt werden, sondern auch die ehrwürdige Sippenrolle aufbewahrt wird, in welcher sorgfältig alle Sippen Ibelins mit ihren Angehörigen eingetragen werden.
Die Reichen und vornehmen Bürger Ibelins, ebenso wie die Geweihten und wichtige Händler sprechen bei ihm vor und tragen ihm ihre Sorgen und Nöte zu, geben ihm Rat und bitten hin und wieder auch um eine Gefälligkeit, wobei das Bakshish eine wichtige Rolle spielt.
Saîd ben Sarhîdi ist als Miralay der Garde für die Sicherheit Ibelins und des Landes verantwortlich, ihm unterstehen die Hauptleute der Batalyunnis und er ernennt auch den Hauptmann der Stadtgarde, zudem unterhält er ein Netzwerk von Spitzeln und Spionen um über mögliche Intrigen gegen seinen Herrn vorzugehen bevor sie ihm Schaden könnten. Gegen jeden Soldaten, der dem Ansehen des Fürsten schadet ist er es der Anklage erhebt und auch den Richtspruch fällt. Auch sendet er Patrouillen aus, kann Strafexpeditionen gegen Räuber oder Ferkinas beschließen oder aber den Aus- oder Neubau von Burgen und Befestigungen anordnen.
Ebenfalls ist er verantwortlich für die Ausbildung neuer Soldaten und stellt im Kriegsfall aus den wehrfähigen Bürgern neue Banner auf.
Gebote und Verbote
Jeder Besucher der Stadt muss am Stadttor für 5 Muwlat einen Bürgerbrief erwerben um in der Stadt als Freier zu gelten und somit in der Stadt verweilen zu dürfen. Wer ohne Bürgerbrief angetroffen wird wird als entflohener Sklave angesehen und entsprechend behandelt. Gegen einen Aufpreis von 1 Zechine erwirbt man einen Waffenbrief der es einem erlaubt Waffen zu führen die länger als ein Dolch sind, für zweihändig geführte Waffen ist ein weiterer Aufpreis von 1 Zechine fällig, da diese Waffen den Garden vorbehalten sind. Der Besitz von Meuchlerdolchen wird mit hohen Geldstrafen belegt, zwielichtig erscheinende Personen müssen sogar mit Schwereren Strafen rechnen. Ebenfalls am Stadttor erwerben Händler das Handelsrecht, wobei das Recht pro zu handelnde Ware erworben werden muss und mit 5 Zechinen pro Ware zu Buche schlägt, aber nur einmal erworben werden muss. Zölle werden von der Marktwache am Tor des Basar eingezogen, wer beim Handeln außerhalb des Basars erwischt kann von Glück reden wenn sein Besitz beschlagnahmt und er unsanft vor die Stadt befördert wird.
Wer in der Stadt ein Gewerbe eröffnen will, benötigt einen vom Feqz-Tempel ausgestellten Gewerbebrief für 2 Marawedi erwerben.
Um ein Bürger Ibelins zu werden ist ein erweiterter Bürgerbrief nötig der das Recht auf Grundbesitz beinhaltet und 1 Marawedi kostet.
Sklaven müssen in Ibelin mit einem Hals-, Arm- oder Fußband gekennzeichnet werden und ihr Besitz in einem Dokument beglaubigt sein, nötigenfalls zu erwerben bei der Stadtgarde.
Einzig Geweihte, anerkannter Götter und Haimamuddin sind vom Erwerb eines Bürgerbriefs ausgenommen.
Wer einen Bürgerbrief fälscht oder mit einem gefälschten Bürgerbrief ertappt wird, hat sein Leben als freier Mensch verwirkt und wird in die Sklaverei geführt.
Die meisten Verbote Ibelins werden mit Geldstrafen belegt die oft sofort von der Garde eingetrieben werden, dazu zählen unter anderem, Verstoß gegen das Waffenrecht, Prügeleien, das Ausschänken von Getränken ohne Gewerbebrief und das verkaufen schlechter Ware auf dem Basar.
Schandstrafen werden meistens für lästerliche Äußerungen gegen die Obrigkeit oder die Götter oder aber für das verkaufen minderwertiger Ware verhängt.
Körperstrafen werden zumeist für Diebstähle (Verstümmlung), Körperverletzungen (Stockhiebe) oder Schmuggel verhängt.
Wer gegen den Fürsten intrigiert und nicht mit dem Tode bestraft wird, wird in die Verbannung geschickt.
Wer einem Sklaven auf dem Basar die Freiheit schenkt wird selbst versklavt, ebenso muss mit Unfreiheit rechnen wer einen Dokument gefälscht oder eine schwere Körperverletzung begangen hat.
Eine Hinrichtung hat zu erwarten wer einen Mord begangen hat, der Paktiererei oder des Hochverrats für Schuldig befunden wurde oder einen Dämon innerhalb der Stadtmauern beschwören hat.
Eine Frau oder ein Mädchen das Ehebruch bzw eine Liebschaft eingegangen ist ohne Verheiratet zu sein erwartet der Tod durch Steinigung, während der männliche Ehebrecher bzw Liebhaber dem Vater bzw dem Mann den Brautpreis erstatten muss.
Die Überwachung der Einhaltung dieser Gebote und Verbote obliegt den Garden der Stadt, die Gilde der Sklavenjäger hat jedoch das Privileg Bürger auf den Besitz eines Bürgerbriefs zu kontrollieren.
Schand- und Körperstrafen, sowie Hinrichtungen werden meistens auf dem kleinen Platz neben dem Tor zum Palast des Fürsten vollzogen gelegentlich aber auch zur besseren Abschreckung vor dem Stadttor.
Bettelei innerhalb der Mauern Ibelins ist verboten sollte einmal ein Bettler oder ein Straßenkind auf den Straßen erwischt werden droht im die Sklaverei.
Die Gilden
Die Gilde der Sklavenfänger
Symbol: Schwarzer Skorpionstachel auf blauem Grund
Oberhaupt: Jindhir ibn Yassafer
Mitglieder: Sklavenmeister, Sklavenjäger
Bedeutende Mitglieder: Terekh al'Mogul (Meister), Ramir ibn Yassafer (Fänger), Abrizah 'die Skrupellose' (Fängerin)
Domänen: Beschaffung neuer Sklaven, Einfangen entflohener Sklaven
Einflussbereich in der Stadt: Sklavenmarkt Djinniley
Finanzkraft: immens
Beziehungen: Groß
Strategie/Auftreten: Einschüchterung der Schwachen, verbreiten von Furcht
Typische Vorgehensweise: Drohung, Erpressung, Gewalt, aber auch Handel
Die Sklavenfänger Ibelins erkannten schnell das Alrik Bey für hübsche oder gut ausgebildete Sklaven hohe Summen zu zahlen Bereit war und so schlossen sich einige von ihnen zusammen um Personen zu rauben die den Hohen Ansprüchen des Fürsten genügen sollten.
Sklavenmeister Jindhir ibn Yassafer verlor bei seinem letzten Raubzug ein Auge und wachte seitdem über die Gelder der Gilde , bis er im Jahr 1016 BF das Alte Oberhaupt der Gilde Suliban ibn Nestefan beerbte. Seine Aufgabe ist es dafür zu sorgen das seine Sklavenfänger nicht übermütig werden und in einem gewissen Rahmen handeln, zudem behält er etwaige Konkurrenz
im Auge.
Terekh al'Mogul sortiert aus den gefangenen Sklaven jene heraus die die Aufmerksamkeit des Fürsten wert sind und verhandelt mit dem Palast über den Preis. Ramir ben Yassafer ist der Sohn Jindhirs und ebenso tollkühn wie sein Vater, er führt seine Männer oft in die entlegensten Winkel um dort 'exotische Waren zu besorgen', sein Glanzstück war die Entführung einer liebfelder Karavelle, mitsamt eines Barons und seiner Familie, jedoch gestattete er es ihnen sich für ein horrendes Lösegeld frei zukaufen da sein Vater bemüht ist solche Verwicklungen, wie die Entführung ausländischen Adels zu verhindern.
'die Skrupellose' Abrizah, führt auch gerne mal ganze Dorfgemeinschaften in die Sklaverei und schreckt auch vor Adligen oder sogar Geweihten nicht zurück, die sie dann jedoch nicht in Ibelin verkauft.
Die Djunedim Ibelins
Symbol: Silberner Khunchomer auf Gold
Oberhaupt: Tarim ibn Feyhach
Mitglieder: Söldnerführer, Söldner
Bedeutende Mitglieder: Ali ben Gaftar
Domänen: Soldwesen
Einflussreich in der Stadt: Unterstadt
Finanzkraft: Groß
Beziehungen: gering
Strategie/Auftreten: Präsentation von Stärke
Typische Vorgehensweise: alle Händler durch Soldverträge binden
Dem Laienprediger Tarim ibn Feyhach war es ein Dorn im Auge zu sehen wie sich die diversen Söldner um die Brotkrumen balgten die ihnen die Händler zuwarfen, er forderte sie alle im Namen Kors auf sich zusammenschließen und ihre Würde zu bewahren und sich nicht unter Wert anzubiedern. Einer der Anwesenden widersprach Tarim und wurde Korgefällig bezwungen. Am Tag danach schluckten die Händler schwer, als die Söldner geeint neue Tarife diktierten. Inzwischen haben die Djunedim ein eigenes Soldhaus mit einem Kor-Schrein gebaut, den in Mhanadistan will kein Händler auf einen angemessenen Geleitschutz verzichten.
Ali ben Gaftar kämpfte im Khômkrieg gegen die und glaubte das die Südlinge den Krieg gewinnen würden und so verriet er seinen Scheich an die Schergen Al'Anfas. Nachdem die Novadis den Krieg gewonnen hatten musste er aus seiner heimatlichen Oase fliehen und verdingte sich als Söldner in Punin, bis in die Sehnsucht wieder zurück in den Süden führte, beeindruckt von den Worten Tarims schloss er sich den Djunedim an und ist nun der fähigste Söldnerführer den die Gilde bieten kann, bei Reisen in die Khôm tarnt er sich als verschleierter Kasimit.
Souk – Die Unterstadt
Nähert man sich Ibelin vom Süden so durchreist man zu erst den Souk Ibelins, dicht an dicht drängen sich hier die Lehmbauten und bilden enge und verwinkelte Gassen, wer es sich leisten konnte hat sein Haus in hellen Farben getüncht. Neben der Straße liegt ein großer See, der wie alle Quellen der Stadt von den unterirdischen Feggagir gespeist wird, dann passiert man als erstes das Casino el-Eralam, Eralam ist vor langer Zeit aus Chorchop hierher gekommen nachdem ihm seine dortigen Spielschulden gezwungen hatten über einen Umzug nachzudenken, schnell erkannte er die unbedarftheit der Ibeliner und eröffnete sein Casino. An zahlreichen Spieltischen tummeln sich die Besucher und merken kaum wie schnell ihnen das geld aus der Tasche gezogen wird, neben allen erdenklichen Würfel- und Kartenspielen wird hier auch Rote und Weiße Kamele gespielt, ebenso finden allerlei Wettspiele statt, bei denen man Skorpione oder anderes kleines Getier gegeneinander hetzt. Dem Casino gegenüber liegt das Soldhaus der Djunedim, stets hält ein prächtig gerüsteter Söldner Wache vor dem Eisernen Gittertor das ein Mantikor ziert. In dem Haus ist ein Schrein des Kor untergebracht der allen Gläubigen offen steht. Meistens erscheint das Gebäude verweist, den die meisten Söldner sind in irgendwelchen Aufträgen unterwegs.
Folgt man der Straße weiter, so findet man in einem prächtigen zweistöckigen Kuppelbau das Gasthaus Shabra, der Wirt Denderan ist ein gemütlicher Mittelländer, der anderen Mittelländern gerne Preisnachlässe gewährt.
Zur rechten vor dem gewaltigen Stadttor, wo sich stets eine lange Schlange aus Händlern und fremden aus aller Herren Ländern bildet, steht ein großes Weißes Gebäude, die Fenster sind mit Schmiede eisernen Gittern versehen und hinter einem Hohen Gitterzaun spielen zahlreiche Kinder oder schauen mit traurigen Blick auf die vorbeiziehenden Reisenden, dies ist das Waisenhaus des Fürsten in welchem sich Yazemin saba Kemir mit 3 weiteren Frauen um die Elternlosen Kinder kümmert. In dem großen Gebäude finden sich Schlafstätten für 50 Kinder, sowie eine große Küche, deren Abfälle man großzügig den Bettlern überlässt. Manche Mütter nehmen den Zorn ihrer Männer in kauf und kommen von weit her um ihre Söhne und Töchter im Waisenhaus abzugeben bevor ihre Männer sie in die Sklaverei verkaufen. Nur die wenigsten Ibeliner interessieren sich genug für das Waisenhaus um zu merken das obwohl ständig neue Kinder dazukommen, die Zahl der spielenden Kinder nie zunimmt, den ein jedes Kind das tauglich erscheint wird entweder auf dem Sklavenmarkt verkauft, oder in der Haremsschule zu einer Kurtisane oder einem Eunuchen ausgebildet.
Folgt man der Schmalen Gasse am Waisenhaus, kommt man an zahlreichen Bettlern vorbei zur Arena Ibelins, hier finden täglich Tierkämpfe statt und in der Dämmerung füllen sich die Ränge der Arena. Fast immer hetzt man Kampfhunde gegeneinander, aber auch Bullen oder aber wenn man sie günstig erwerben konnte Bären oder Löwen . Der Eintritt in die Arena kostet 5 Shekel es sind vor allem die Wetten an denen man hier verdient. Ebenfalls ist der Veranstalter Frankwart an exotischen Kreaturen interessiert die er für gutes Gold kauft um sie besonders Spektakulär in den tod zu hetzen. An Ausgewählten Tagen finden hier auch Gladiatorenkämpfe statt und manchmal belustigen sich die Zuschauer auch indem sie zwei Bettler um einen Laib Brot streiten lassen.
Im Efferdwärtigen teil des Souks findet man die Schenken Seriba Jasper und Echsentodt dazu noch das Bordell Alabaster Traum von Hamid ibn Dersid.
In der Seriba Jasper werden dem gut zahlenden Gast auch seine geheimsten Wünsche erfüllt und der bullige Türsteher Toran lässt nur die Eintreten die auch Aussehen als könnten sie sich die exklusiven Angebote des Hauses leisten. Im Echsentodt gibt es eine gute Küche, die über der Theke hängende Glocke wird immer dann geschlagen wenn ihm ein Gast eine frisch erschlagende Schlange bringt, dann bekommt der Gast eine Mahlzeit und ein Getränk auf Kostend des Hauses. Der Brauch ist auf den tot seiner Frau durch einen Schlangenbiss zurückzuführen.
Das Bordell Alabaster Traum ist der Anlaufpunkt für all deren Geldbeutel nicht so prall gefüllt ist, Suliman ben Dscherif sorgt in seinem Haus für angenehme Freuden und ist Stolz darauf niemanden abweisen zu müssen, weil sein Geldbeutel zu Klamm sei. Seine Frauen und Mädchen kauft er billig ein und hält sie mit diversen Rauschkräutern gefügig, Hilfe bekommt er dabei von seinen Brüdern Kemal und Zanubir.
Des Nachts wenn sich die Garde aus dem Souk zurück zieht und das Stadttor verschlossen wird sollte man die dunklen Gassen meiden, den die Nacht gehört den Bettlern vom Roten Ulfing, einen tobrischen Gesetzlosen der etwa 20 Bettler um sich gescharrt hat die des nachts betrunkene Reisende oder andere Bettler drangsaliert und ausraubt.
Medina – Die Altstadt Ibelins
Stest bildet sich eine lange Schlange vor dem bab-es-Iqbal wenn es am Morgen geöffnet wird und die handvoll Gardisten hat alle Hände zu tun um die Händler und Reisenden zu kontrollieren und Dokumente auszustellen. Die Torflügel sind mit silbernen Beschlägen versehen und künden von den Taten des Fürsten während der Schlacht um Ibelin. Hat man das Tor hinter sich gelassen so fällt der Blick zuerst auf das große Portal der Al'Rabi Karawanserei von Marwan ben Umran, die dieser mit seiner Familie betreibt, eine Schmiede zum beschlagen von Pferden ist ebenso vorhanden wie große Speicher und Zisternen und des Nachts sind nicht selten 100 Kamele in den Höfen mitsamt ihren Treibern und Waren untergebracht.
Man kann vom Stadttor direkt bis zum Tor des Palastes blicken, den die Prachtstraße zieht ihren Weg geradewegs durch die Stadt, man kommt vorbei am großen Hammam von Orhan ibn Berik, das Badehaus verfügt über zwei sorgfältig voneinander getrennte Badebereiche so das dass Badehaus Männer wie Frauen gleichzeitig zur Verfügung steht, in weiteren Bereichen stehen den Gästen Schwitzbäder und Massageräume zur Verfügung.
Das Gasthaus Mouzmazar bietet seinem Gast alle erdenklichen Annehmlichkeiten, darunter sogar mit einem eisernen Schlüssel verschließbare Türen, mehrere Pagen kümmern sich um die Wünsche und oder das Gepäck der Gäste und so wundert es nicht das so mancher Emissär hier Quartier bezieht bis er zum Bey vorgelassen wird. Der Gastwirt Rasul ibn Gerit nutzt sein Talent um für seinen Vetter Djuned ibn Maharajah allerlei Gerüchte aufzuschnappen. Das Teehaus Amsari auf der anderen Straßenseite bietet neben seinem großen Angebot an erlesenen Teesorten auch einen gut ausstaffierten Rauchsalon in dem sich die Besucher allerlei Freuden hingeben können, ein besonderes Erlebnis ist es wenn Suleika, die Tochter von Ambar ibn Tamrikat tanzt, berauscht von den diversen Kräutern erleben manche Gäste das gesehene wie ein Traum.
Hinter der Karawanserei findet sich die Taverne Gjalska, des ehemaligen Söldners Weath, der seiner nordischen Heimat den Rücken zugekehrt hat und von seiner ansehnlichen Beute nach dem Khômkrieg diese Taverne eröffnet hat. Das Gebäude ist von Außen wild verziert und mit allerlei Tiertrophäen behängt worden. Innen bietet sich ein Rustikales Bild und gerade diese exotische Ausstattung ist es die viele Tulamiden anlockt, zudem hoffen manche einen Blick auf Herger Hjaldersson zu werfen der Angeblich Stammgast hier sein soll.
Die nordöstlichste Ecke der Medina wird von der Sklavenjägergilde beansprucht, durch eine Mauer von der Stadt getrennt und mit einem schweren Tor gesichert residieren hier die Sklavenfänger Ibelins und bringen zuallererst hier ihre Beute unter bevor sie Sie an die Sklavenhändler verkaufen. Es heißt das die Sklavenmeister den Willen vieler versklavter erst brechen müssen bevor sie sich für den verkauf eignen und so meiden die Bewohner der Stadt diesen Bereich solange es sich vermeiden lässt.
Etwas abseits der Prachtstraße liegt das Bordell Fathnared (Morgenzauber), eine Einrichtung des Beys, Sklavinnen die sich nicht für den Verkauf eignen werden hier beschäftigt bis sie sich bezahlt haben und dann nicht selten in die Freiheit entlassen. Viele junge Abenteurer glauben das es sich um ausgediente Djariadim des Fürsten handelt und so ist das reichlich geschmückte Gebäude stets gut besucht. Stets steht ein dunkelhäutiger Eunuch vor der Tür und er tut gut daran viele abzuweisen denn der besuch in den haus ist überaus kostspielig und die vornehmen Besucher könnten sich durch 'Gesindel' gestört fühlen. Einmal im Gottesnamen gibt es ein kleines Fest mit allerlei Attraktionen, wie Gauklern und selten einmal auch einem Illusionisten und derart Unterhalten merken viele Gäste gar nicht wie die Münzen aus ihrem Geldbeutel verschwinden.
Die am Hain der Ruhe gelegene Heilstube der Delassars ist ein gefragter Ort wenn es um Heilung von Wunden und Krankheiten geht und man ist mit bescheidenen Gaben zufrieden, hier leben gleich vier exzellente Heiler, Dzamila ist eine alternde Hexe und mit dem Alter haben auch ihre Kräfte sie mehr und mehr verlassen, dennoch weiß sie noch so manches Tränklein zu brauen. Ihr Sohn Hilal ben Yakuban versteht sich auf die Heilung von Krankheiten, dessen Sohn Khalil wird wohl einst in die Fußstapfen seines Vaters treten, sein Bruder Schiram sammelt die benötigten Kräuter und andere Zutaten und versteht sich wie seine Großmutter auf das Brauen von Tränken, seine Schwester Fhelya, die seit dem Tod ihres Mannes wieder hier lebt, ist eine begabte Hebamme.
In einem kleinen aber reichlich geschmückten Haus, gegenüber des Travia-Tempels lebt die Familie al'Rashid. Abdul ibn Abidallah al'Rashid hat einen Großteil der Mosaike und Ornamente im Palast gefertigt und nachdem der Fürst seine Arbeiten öffentlich in den höchsten Tönen gelobt hat kann er sich vor Aufträgen kaum retten und bietet seine Dienste zu gemäßigten Preisen jedermann an.
Der Travia-Tempel wurde vom Fürsten gespendet nachdem eine Gruppe von Straßenkindern in Rashdul das leben einer seiner Töchter rettete, die von ihren Leibwachen getrennt wurde. Die beiden Geweihten, Fahdlan und Siopan, haben, zwei Kinder aus dem Waisenhaus als Novizen in den Tempel geholt, sie verteilen vor allem Speisen an die Bettler der Unterstadt, da lediglich eine handvoll Mittelländer regelmäßig zur Andacht erscheinen.
In einem großen wehrhaften Gebäude, dessen Wände gelb getüncht sind, ist die Garnison der Khômgarde untergebracht. Neben den Schlafplätzen, Ställen und gut ausgerüsteten Waffenkammern befinden sich hier auch die Waffen für das Bürgeraufgebot das in Kriegszeiten zu den Waffen gerufen wird.
Im Haus der Götter finden sich zwölf Schreine, die einen stark veränderten Zwölfgötterglauben predigen, so hat nicht nur Rastullah den Platz von Praios eingenommen sondern die Rahja, Rondra, Hesinde, Tsa, Boron und Phex werden in ihren Urtulamidischen Aspekten dargestellt und die übrigen Götter möglichst unscheinbar, aber passend in das Gefüge eingesetzt.
Der Prediger Tamrikat ibn Yassafer bemühen sich um das Seelenheil der Bewohner Ibelins und stellt sich gerne den herausfordernden Fragen Auswärtiger Besucher des Götterhauses.
Quad el-Feqz – Der Basar
Durch das bab-es-Fenneq betritt man den Basar Ibelins, die Marktwachen haben morgens alle Hände voll zu tun wenn die zahlreichen Händler auf den Basar strömen, Waren müssen geprüft und Zölle eingetrieben werden, dann gilt es die unzähligen Kunden im Auge zu behalten und der zahlreichen Diebe habhaft zu werden und auch hier müssen die Gardisten die Qualität von Waren prüfen, Streit schlichten und vieles mehr. Die Geweihten des Feqz-Tempels verwalten diesen Bezirk und treiben auch die erforderlichen Zölle ein. Das Haus des Feqz hat als einziges Gebäude des alten Ibelins das außerhalb der Mauer lag, den Angriff der Chimärenhorden überstanden und noch immer zieht es die staunenden blicke der Basarbesucher auf sich, mit seinen in die Höhe geschraubten Kuppeltürmchen und dem reich verzierten Portal ist das Haus ein echter Blickfang und kaum einer der Händler geht an dem Gebäude vorbei ohne nicht kurz den Gott um einen erfolgreichen Tag zu bitten. Dicht an dicht drängen sich die Leute auf den Basar, es wird gehandelt, die Ware geprüft und lautstark gefeilscht. Immer wieder ist man versucht nach seiner Geldkatze zu greifen, den immer wieder stößt man mit anderen Besuchern zusammen. Und an manchen Ecken haben Taschenspieler ihre Tische aufgebaut, oder haben sich Haimamuddin niedergelassen. Im Klang einer Kabasflöte beschwört ein dunkelhäutiger Mann eine Kobra aus einem Korb und ein Fakir legt sich nieder auf einem Bett aus Nägeln.
Folgt man den Geschäften nach Osten so kommt man auf den Obstmarkt, aber auch Getreide, Gemüse und andere Nahrungsmittel werden hier gehandelt, eine schmale Gasse führt an zahlreichen Schneidern vorbei zur Gasse der Schmuck schmiede in der sich auch das einfache Badehaus des Basars befindet, ein ebenfalls hier befindliches Teehaus lädt schon so manchen Besucher zu einem Tee ein. Vor allem der die Werkstatt von Grabosch und Frelax, Söhne des Omborasch ist gut besucht, beide sind hervorragende Kunstschmiede und Graveure und so mancher Edelmann besänftige seine Frau mit einem gravierten Schmuckstück nach einem Streit.
Dann betritt man den Pferdemarkt und schon vom weiten steigt einem der Geruch von Kameldung in die Nase. Dicht an dicht stehen hier Pferde, Kamele und andere Reittiere, die Händler preisen lautstark ihre Tiere an und argwöhnisch kontrollieren potentielle Käufer die Ware. In den Läden an den Seiten des Platzes verkaufen andere Sättel, erlesenes Zaumzeug, Satteldecken, ebenso wie Hafer und alles was sich das Pferdeherz erträumt.
In der Gasse der Schmiede herrscht geschäftiges treiben und nur der nachts verstummt das Schlagen der Hämmer, hier ist es noch heißer als im Rest des Basars und während der Mittagshitze meidet man die Gasse am besten. Ebenso den Viehmarkt der an die Gasse anschließt, auf dem es nach Ausscheidungen aller erdenklichen Tiere stinkt, doch bekommt man hier Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel und allerlei exotisches Getier, so manche Schlange die hier unter der Theke verkauft wurde des nachts für einen Mord benutzt. Singvögel bekommt man hier ebenso wie Katzen oder Hunde und die Kinder der Reichen kaufen sich gezähmte Ratten oder Schildkröten an denen sie schon am nächsten Tag das Interesse verlieren. An den Stuben der Geldwechsler, Rechtsgelehrten und Barbiere vorbei kommt man zum Sklavenmarkt Djinniley, große hölzerne Bühnen dominieren den platz vor denen sich die Menge drängt, wie Vieh treiben die Händler ihre Ware auf die Bühne und preisen dann ihre Vorzüge an. Doch dies sind meist nur die billigen Sklaven, für Feldarbeit oder für einfache Arbeiten geeignet. In den Läden an den Seiten bekommt man die spezialisierten Sklaven, doch geht das Geschäft hier ganz anders zu, der Händler bittet einem zum Tee und wünscht zu hören was man den genau sucht und dann fragt er höflich in welchem preislichen Rahmen man sich bewegt und dann präsentiert er einem die geeigneten Sklaven einer nach dem anderen und preist auch hier die Vorzüge der Ware. Hat man jedoch einen Sklaven gefunden der den Wünschen entspricht dann geht das gefeilsche los.......
Lange schlangen bilden sich vor dem Geschäft in dem die begehrten Djariadim verkauft werden, doch viele werden gar nicht erst hereingelassen, es sind all jene Glücksritter die einen Blick auf eine dieser Frauen erhaschen wollen, deren Geldbeutel aber zu wenig gefüllt ist.
Verlässt man den Sklavenmarkt führt der eine Weg vorbei an den Läden der Bäcker, Konditoren und Zuckerbäcker auf der einen und der Sirupköche, Winzer und Schnapsbrenner auf der anderen Seite. Der andere Weg führt durch die Gasse der Gelehrten, hier kauft man Pergament und Papyrus, Instrumente und an einem Stand bietet der alte Ghantabir 'Echte Hinterlassenschaften aus den Skorpionkriegen' an. Ein alter Schriftgelehrter bietet gegen gutes Silber seine Dienste als Schreiber an und vermag es auch das eine oder andere alte Schriftstück zu übersetzen.
Hort des Wohlstandes – Die Oberstadt
Durch das bewachte bab-es-Sahav betritt man die Oberstadt Ibelins, im Vergleich zur beengenden Medina scheint die Oberstadt geradezu leer zu sein den nur wenige Anwesen stehen zwischen den zahlreichen Dattelpalmen und Obstbäumen. Direkt am Tor befindet sich das prächtige Bethaus des Rastullah mit seinem Hohen Minarett vom dem aus der gemäßigte Mawdli Halil zu den Gebeten ruft. Das Gebäude wurde vom Fürsten nach der Übernahme der Stadt gestiftet. Größter Schatz des Gebäudes ist für Gläubigen das Gemälde Rastullahs erscheinen in Keft, eines unbekannten Künstlers.
In der Kampfschule von Omar ben Saîd lernen die Söhne von wohlhabenden Vätern die Hohe Kunst des Säbelfechtens, der Ruf den Omar genießt ist wohlverdient, den immerhin hat er den Füsten in der Kampfkunst unterrichtet und ihm auch seine Tochter Shelia zur Frau gegeben. Omar nimmt nur Sorgfältig ausgewählte Schüler aus, nur ein bis drei schaffen es pro Jahr aufgenommen zu werden. Dafür ist die Qualität der Ausbildung sehr gut und viele der Abgänger übernehmen Offiziersposten in der Armee des Fürsten.
Das Anwesen von Tulef ibn Kalkarib al'Mogul wird von selbigen nur wenig genutzt, es dient vor allem seinem Sohn Terekh als Wohnstatt, Tulef ist ein angesehener Sklavenhändler des Fasarer Landes und nutzt dieses Anwesen wenn er zu Verhandlungen mit dem Fürsten in der Stadt weilt. Hin und wieder wird er auch von den Erhabenen Fasars als Gesandter zum Fürsten gesandt um Verträge auszuhandeln.
Der noch recht neue Tempel der Radscha Uschtammar erfreut sich großer Beliebtheit und die drei Geweihten betreuen neben ihren zwei Novizen eine große Anzahl an Gläubigen, daneben stehen ihnen noch vier Tempelsklaven zur Verfügung und zwei Säbeltänzer sorgen für die Sicherheit des Tempels.
Das Tempelgebäube wird von einer großen Halle dominiert dort steht eine Statue der Göttin die ebenfalls vom Fürsten gespendet wurde, die Halle bietet mehrere Separees in welchen sich die Geweihten um die Bedürfnisse der Gläubigen kümmern können. Daneben finden sich hier Schlaf- und Arbeitsräume, sowie ein weitreichender unterirdischer Bereich in dem Lager und Archiv untergebracht sind. Auch die umliegenden Gärten werden von den Geweihten betreut, vor allem der Rosengarten erfreut sich großer Beliebtheit.
Der gewaltige Palast des Djuned ibn Maharajah zieht viele Blicke auf sich das prächtige Gebäude mit der alten Ornamentik bietet einen faszinierenden Anblick und manchmal scheint es als würde man sich völlig darin verlieren. Die Familie ibn Maharajah herrschte einst über Vishid verlor ihre Macht jedoch an einen Herausforderer, der Fürst der Familie Zuflucht, und ernannte Djuned zu seinem Wesir nachdem er die Fähigkeiten des Mannes erkannte. Seine Söhne Hazak und Mufazzar helfen ihrem vater bei dieser Arbeit, während Zoya, Djuneds Tochter in den Harem des Fürsten ein heiratete, bekam Mufazzar eine der Schwestern des Fürsten zur Frau.
Ein gewaltiger fünf Stockwerke hoher Turm dominiert das Anwesen von Sarah ay Vishid, die Djinnenbeschwörerin aus Rashdul erkannte früh die Ambitionen Alrik Beys und trat in seine Dienste um für den Fürsten die erbeuteten Relikte der Magiermoguln und der Diamantenen Sultane zu untersuchen zu dürfen. Inzwischen ist sie ebenfalls eine brillante Artefaktmagierin geworden und fertigt nicht nur für den Fürsten, sondern auch gegen klingende Münze magische Talismane an oder identifiziert alte Artefakte.
Ihre ehemaligen Schülerinnen Jaina und Serafina, stehen ebenfalls in des Fürsten Diensten. Während Jaina, eine Schwester des Beys, ein relativ freies Leben führt und zu Studienzwecken in Lowangen weilt, steht die junge Serafina ebenfalls in Alriks Diensten.
Der junge Sulef ist im moment der einzige Schüler Sarahs und blüht seitdem ihm nicht mehr von den beiden jungen Frauen das Leben schwer gemacht wird regelrecht auf.
Residenz des Fürsten – Djer Al'Hambra
In der gewaltigen weißgetünchten Anlage lebt der Fürst mit seinem zahlreichen Frauen, Geliebten, Töchtern, nahen Verwandten und zahllosen Bediensteten und Sklaven. Vor allem der gewaltige Harem des Fürsten ist seit einigen Jahren ein steter Quell der unterschiedlichsten Gerüchte.
Betreten kann man die Anlage lediglich durch das bewachte bab-es-Ankhra, dem Tor des Löwen, die beiden Torflügel sind aufwendig mit goldenen Ornamenten verziert und ist das Tor geschlossen, erinnert es an einen brüllenden Löwen.
Vom Tor aus führt ein Weg, geziert von Bäumen, Sträuchern und diversen Statuen zum Besucherpalast, hier kümmern sich Schreiber um einfachere Anliegen, die keinen der höheren Beamten erfordern, für Gäste befinden sich einige Warteräume und Empfangszimmer, in einer 'Garderobe' müssen Besucher ihre Waffen ablegen bevor sie tiefer in den Palast eindringen dürfen.
Danach kommt man zum Serail al'Sheik ist ein dreistöckiges Gebäudes hier befindet sich der Thronsaal, sowie einige Prunkzimmer und Präsentationsräume. Im oberen Teil des Zentralbaus befindet sich eine gut ausstaffierte Bibliothek und einige weitere Spiel- und Rauchzimmer. Die Wände und auch die Gänge sind kostbar ausstaffiert, edle Teppiche aus feinster Kamelwolle hängen hier neben kostbaren Bildern die täglich gegen Termiten geschützt werden müssen, kostbare Statuen und Waffen zieren die Wände und viele alte Vasen, Kanopen und andere Überbleibsel des alten Palastes präsentieren sich hier dem Besucher und stellen so manchen gast auf eine harte Probe. Hier empfangen der Fürst oder seine Stellvertreter ihre Gäste, seien es nun Gesandte ferner Länder, Handelsreisende, Boten oder aber nur Freunde des Reiches. Ein Heer von Bediensteten steht bereit um den Gästen jeden Wunsch zu erfüllen und wohl verborgen vor den Augen der Gäste stehen zahlreiche Wachen bereit um Störenfriede festzsetzen. Die Gäste denen ein Empfang im Allerheiligsten zuteil wurde berichten von goldenen Möbeln mit Polstern aus Elfenhaar, adamantenen Mosaiken an Böden und Wänden, sowie Brunnen und Badebecken, deren Fontänen angenehm temperiertes Wasser emporsprudeln lassen – manchmal aber auch Wein, Milch oder Saft, wenn der Bey es wünscht.
Im östlichen teil des Palastes befindet sich der Serail mit seinen legendären Harems. Hier befinden sich die Gemächer des Beys, seiner Frauen, Kinder und Schwestern, sowie ihrer engsten Leibdienerinnen. Die wenigen Türen die in den Harem führen sind streng bewacht von der Haremsgarde, jederzeit bereit einen unbefugten mit ihren Scharfen Khunchomern in Scheiben zu schneiden.
Es gibt verschiedene Harems in den großen Gebäude und alle Fenster sind mit verzierten Eisernen Gittern sorgfältig gesichert, im Mohagoni Harem sind die zahlreichen Frauen und Mädchen aus den Dschungeln Meridianas untergebracht. Während im Alabaster Harem die Töchter aus gutem Haus leben, deren Haut rein und hell ist, weil sie nie in der Sonne arbeiten mussten. Dazwischen liegen zahlreiche kleinere Harems, doch oft sind die Grenzen der Harems fließend und nur durch Vorhänge voneinander getrennt. Nur die wenigsten Frauen sind Liebessklavinnen, die meisten der hier lebenden Mädchen versorgen die Gespielinnen des Fürsten und gehören zu den allgegenwärtigen Haremsdiensten. Die Gemächer der Harems sind überaus kostbar ausstaffiert, zur Unterhaltung der Frauen und Mädchen gibt es mehrere Spielsäle, ein temperiertes Badebecken und zahllose andere Spielereien. Sie residieren ebenfalls in kaum vorstellbarem Luxus neben kostbaren Möbeln und riesigen Tulamidenteppichen aus feinstem Kamelhaar finden sich hier zahlreiche Kunst- und Beutestücke. Bevor eine der Djariadim jedoch zum Fürsten geführt wird, wird sie zum Objekt der Haremsdienste, die ihren Körper waschen, enthaaren, salben, parfümieren, frisieren, in die feinsten Roben kleiden, mit erlesenen Juwelen schmücken und sie schließlich in das Prunkgemach des Beys führen. Während die Lieblingssklavinnen des Beys in seiner unmittelbaren Nähe wohnen, gibt es für die offiziellen Gemahlinnen eigene Suiten in denen sie mit ihren Dienerinnen wohnen. Die jüngeren Töchter Alriks teilen sich einen Schlafraum in der Nähe ihrer Mütter, die Söhne Alriks hingegen bekommen schon von klein auf eigene Schlafsäle. Sie Wachsen sorgfältig von ihren Müttern und Schwestern getrennt auf, die sie nur selten zu Gesicht bekommen und werden von eigenen Sklavinnen umsorgt und lernen so frühzeitig ihren Platz in der tulamidischen Gesellschaft kennen.
Im westlichen teil des Palastes befinden sich die ebenfalls prunkvollen Gästezimmer des Palastes, hier leben auch alle höher gestellten Bediensteten und Würdenträger des Palastes in großen Luxus. In den kühlen Kellern dieses Gebäudes befinden sich die Archive. Noch niemand hat seit der Übernahme des Palastes die Archive durchgesehen und niemand weiß welche Schätze möglicherweise hier Schlummern.
In dem flachen Nebengebäude mit seinen zwei Kuppeln ist die Garnison der Löwen- und der Haremsgarde. Die Soldaten finden hier alle erdenklichen Annehmlichkeiten, doch viele Soldaten fürchten die Verweichlichung und meiden die Salons und Spielzimmer. Für die Pferde der Gardisten befindet sich hier ein eigener Stall.
Die Sklaven des Palastes sind in einem weiteren Gebäude untergebracht und nur wenige Sklaven verschwenden einen Gedanken an Freiheit, den sie leben hier besser als es viele Freie tun. Die Ställe des Fürsten grenzen an das Gebäude und ein Heer von Sklaven versorgt die Pferde des Fürsten, doch sind hier auch einige edle Kamele und andere Tiere untergestellt, darunter drei Ponys die der Fürst einst seinen Töchtern schenkte als sie noch zu jung waren um auf Pferden zu reiten.
Ebenfalls befindet sich hier ein weiteres prächtiges Bethaus des Rastullah in dem Palast mit seiner Familie betet.
Eine der Quellen seines Reichtums ist die Haremsschule Aram Abrizah (Haus der Perlen), viele verarmte Eltern freuen sich das sie ihren Kindern das Los der Sklaverei ersparen können und geben ihre Kinder in das Waisenhaus des barmherzigen Beys, nicht ahnend das nur die wenigsten diesem Los entgehen werden. Der Bey freut sich über diesen Zustrom von billigen Sklavenkindern. Die Jungen werden meist sofort kastriert und durchlaufen eine harte Ausbildung mit militärischen Drill, Kursen in Tulamidya und den Grundlagen des Rastullahglaubens und werden später als Haremseunuchen teuer verkauft, oder der Haremsgarde des Beys zugeteilt. Mädchen werden von erfahrenen Lehrerinnen zu Edelsklavinnen ausgebildet. Da es sich bei den Novizinnen überwiegend um Kinder aus ärmlichen Verhältnissen handelt spielt das lernen von Lesen, Schreiben, Nähen und Sticken, die Unterweisung in den Geboten und Riten des Rastullahglaubens eine herausgehobene Rolle. Wer sich hier als besonders gelehrig erweist, rückt schon bald zu den gehobenen Künsten des Tanzes und Gesangs vor, die ein wichtiges Vorfeld tulamidischer Sinnenfreude auf dem Weg zum eigentlichen „Saatfeld“ darstellen. Mit fortschreitender Ausbildung werden die Bewegungsabläufe und Ausdrucksnuancen immer wieder geübt und ausgefeilt, bis sie offiziell darbietungsfähig sind. Neben ihrer Schönheit und Anmut haben diese Djariadim eine Bedingung ihrer Endabnehmer um so sicherer zu erfüllen, je höher ihr Preis steigt: Jungfräulichkeit.
Die Gärten des Palastes
Zahlreiche Wege führen zu den Gebäuden, sie schlängeln sich zwischen Zedern, Palmen, Olivenbäumen und blühenden Mandelbüschen hindurch über bunte Blumenwiesen. Die Vielfalt der Pflanzenarten, die hier gedeihen, übertrifft manch einen Forst im Land. Die Pfade führen zu den zwischen den großen Gebäuden stehenden kleineren Pavillons und dem Badehaus des Beys, die Kuppel und der Boden des Badehauses sind mit goldenen Intarsien farbigen Mosaiksteinen ausgelegt, die geometrische Muster bilden. In der Vorhalle schmücken weißblühende Jasminsträucher die Eingänge, deren lieblicher Duft sich im Inneren des Gebäudes mit dem parfümierter Seife mischt. Ein Tag in dem Prunkbad, verwöhnt von verschleierten Sklavinnen, die den Gästen den Rücken massieren und ihnen Früchte aus allen teilen des Kontinents in silbernen Schalen an reichen, ist ein Erlebnis das man so schnell nicht vergessen wird.
Zwischen Zypressen und Lebensbäumen stolzieren Fasane und Pfauen dahin, deren buntes Gefieder zwischen denfarbenprächtigen Feuerlilien und Farmelorsblüten kaum auffällt. Am Ufer des Sees ruhen sich zahlreiche Wasservögel, darunter vier weiße Schwäne aus, auf einer kleinen Insel spenden einige Palmen Schatten. An heißen Tagen ziehen die Kinder des Beys die kühle des Sees dem temperierten Becken im Badehaus vor und nur mit Mühe gelingt es am Abend den Leibdienern die Kinderschar wieder einzufangen. Ebenfalls frei umher laufen einige Antilopen die von den Frauen und Kindern mit Zucker gefüttert werden. In einem Verschlag zwischen den Bäumen warten vier Jagdpardel darauf das der Bey mit ihnen zur Jagd aufbricht, ebenfalls tun dies die drei Falken des Fürsten.
Im Palastgarten steht ein unscheinbares Gebäude mit einem hohen Turm, dies Gebäude ließ Alrik errichten um den novadischen Begräbnisriten gerecht zu werden, die Überreste werden in den Grüften unter dem Gebäude dann zur letzten Ruhe gebettet.
Das Gewölbe
Unter dem palast befindet sich ein tiefes Gewölbe welches der Sultan Be-Shar-Uzur einst in den Berg graben ließ um seine Schätze vor den Magiermoguln vom Gadang zu schützen. Zahllose Gänge führen vom Palast in die tiefe hinab, sie sind wie ein Labyrinth verzweigt und viele Gänge enden in Sackgassen, andere sind durch Illusionszauber verborgen oder gaukeln einem vor den Pfad weiter zugehen obwohl man bereits seit Stunden im Kreis geht. Ein paar Gänge führen zu leeren nie genutzten Kammern, in einer dieser Kammern hat der Fürst seine gefürchtete Folterkammer eingerichtet und viele nicht wenige gefangene sterben dort eines langsamen qualvollen Todes.
Und manch anderer Gang endet im Nichts, an glatten Felswänden , wo sich einst der Limbus erstreckte und die Kammern zu denen der Gang führte ins nichts gerissen hat. Fünf der Gänge jedoch führen zu den Schatzkammern von Ibelin und nach langen Jahren gelang es dem Fürsten alle Schlüssel zusammen zutragen und die Überbringer fürstlich zu belohnen.
Auf diesen kaum geahnten schier unendlichen Schätzen beruht die Macht des Fürsten Alrik Bey, es finden sich Truhen voller Goldener und silberner Münzen, Haufen von Adamanten, Smaragden, Opalen, Rubinen und zahllosen anderen Edelsteinen, Barren von Gold und Silber. Kostbare Geschmeide liegen achtlos auf dem Boden und geöffnete Truhen voller Ohrringe, Ringe, Halsketten, mit Goldfäden durch wirkte Gewänder stapeln sich neben alten Tontafeln die in unbekannten Schriftzeichen Geheimnisse aus alter zeit enthalten. Diverse magische Artefakte liegen hier herum, darunter unzählige Djinnenringe oder den Geist stärkende Diadem, Turbanspangen mit Schutzzaubern belegt, ebenso wie Kristallkugeln und magische Schalen.
All diese Reichtümer sind geschützt von alten magischen Fallen, die Türen gesichert durch erzerne Djinnis, die sich nur vor den rechtmäßigen Herrschern Ibelins verneigen und die Türen öffnen und golemidische Statuen, die mit immer scharfen Säbeln bewaffnet sind. Und natürlich versehen auch hier einige Soldaten ihren Wachdienst.
Aber noch immer ist Vorsicht geboten, seltsame Laute dringen aus nicht erforschten Gängen und selten genug sind Wachen spurlos verschwunden. Und unter den Wachen gilt, verlass niemals die erleuchteten Gänge, denn niemand kann sagen welche Schrecken aus der Alten zeit noch immer in den finsteren Gängen lauern.


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